Ärzte Zeitung, 20.02.2017

Rheinland-Pfalz

Gesundheitssektor als Jobmotor

2014 haben in Rheinland-Pfalz 13 Prozent mehr Beschäftigte im Gesundheitsbereich gearbeitet als 2008.

Von Anne Zegelman

MAINZ. Die Zahl der im Gesundheitssektor Beschäftigten in Rheinland-Pfalz ist zwischen 2008 und 2014 gewachsen. Das geht aus einer Publikation der Arbeitsgruppe "Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder" hervor.

Im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen waren demnach 2014 rund 252.100 Personen beschäftigt – 13 Prozent (29.500 Personen) mehr als 2008. In Gesamtdeutschland gab es im selben Zeitraum einen Zuwachs von 14 Prozent.

Wie die Arbeitsgruppe ermittelt hat, kommen so auf 1000 Einwohner knapp 63 Beschäftigte im Gesundheitswesen. Damit liegt Rheinland-Pfalz im Vergleich der Länder, für die eine Gesundheitspersonalrechnung durchgeführt wird, auf Rang sieben.

Die aktuellen Zahlen belegen zudem wieder einmal , dass das Gesundheitswesen immer weiblicher wird. Im Jahr 2014 waren in diesem Sektor 192.000 Frauen tätig, was einem Anteil von 76 Prozent und somit dem Bundeswert entspricht. Ähnliches geht auch aus dem Versorgungsatlas Rheinland-Pfalz 2016 hervor, den die KV im vergangenen Oktober vorstellte. Im Vergleich zu 2005 stieg der Anteil der Vertragsärztinnen und Psychotherapeutinnen im Land bis 2016 um acht Prozentpunkte. Vor zehn Jahren waren 1944 von 6073 Ärzten weiblich (32 Prozent) – mittlerweile sind es mit 2885 Ärztinnen von 7226 Medizinern insgesamt 40 Prozent.

Größtenteils ambulant

Die bedeutendsten Arbeitgeber im Gesundheitswesen sind laut Gesundheitsökonomischer Gesamtrechnungen der Länder ambulante Einrichtungen. Dort arbeiteten 2014 101.800 Menschen, das waren 40 Prozent aller Beschäftigten im Gesundheitswesen des Landes.

Die stationären und teilstationären Einrichtungen wie Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen sind der zweitgrößte Arbeitgeber. In dieser Einrichtungsart arbeiteten laut Bericht 91.100 Beschäftigte (36 Prozent der im Gesundheitswesen Beschäftigten).

Auf jeden Einwohner von Rheinland-Pfalz entfielen 2014 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4081 Euro. Damit lag das Bundesland etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 4050 Euro pro Kopf. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich seit 2008 um 0,9 Prozentpunkte und betrug 2014 knapp 13 Prozent.

Den überwiegenden Teil der Gesundheitsausgaben tragen die Gesetzlichen Krankenversicherungen, die im Jahr 2014 für 56 Prozent der Ausgaben aufkamen (Deutschland insgesamt: 58 Prozent).

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