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Auch internistische Patienten brauchen oft Thromboseschutz

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Der Prophylaxe von tiefen Beinvenenthrombosen (TVE) sollte in der internistischen Praxis genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt werden, wie der Therapie. "Hier besteht noch Handlungsbedarf. Denn eine große Zahl von Thrombosen entsteht bei nicht-operierten Patienten", erinnert Professor Rupert Bauersachs aus Darmstadt. Immerhin 10 bis 40 Prozent der internistischen Patienten hätten ein erhöhtes VTE-Risiko. In der aktuellen S3-Leitlinie zur VTE-Prophylaxe, die im April veröffentlicht wurde, wird darauf nun eingegangen. Explizit wird dabei auch die Prophylaxe-Option mit Fondaparinux genannt. Danach hat die Metaanalyse von Studiendaten mit orthopädisch/unfallchirurgischen Patienten ergeben, dass mit dem synthetisch hergestellten Pentasaccharid (Arixtra®) die Rate an thromboembolischen Komplikationen - überwiegend klinisch asymptomatisch - um fast 50 Prozent im Vergleich zu NMH reduziert wurde, berichtete Bauersachs auf einem Satellitensymposium von GSK.

Deutlich weniger Thrombosen mit Fondaparinux.

Bei der Therapie von Venenthrombosen hat sich als aktueller Konsens durchgesetzt, dass jeder klinische Verdacht umgehend so abgeklärt werden muss, dass auch eine therapeutische Entscheidung gefällt werden kann, so Professor Sebastian Schellong aus Dresden. Um zu entscheiden, ob bei einer geringen Wahrscheinlichkeit dennoch eine Therapie nötig ist, soll nach einem Algorithmus der D-Dimer-Test genutzt werden. "Das könnte manchen Extra-Gang zur Sonografie sparen", betonte Schellong. (run)

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