DGIM

Bessere Therapie bei Sepsis und Lymphomen

Veröffentlicht:

Gleich zwei medizinische Leistungen haben in diesem Jahr den mit 25 000 Euro dotierten Paul-Martini-Preis errungen, der für herausragende Leistungen in der klinisch-therapeutischen Arzneimittelforschung vergeben wird. Professor Ralf C. Bargou vom Uniklinikum Würzburg wurde ausgezeichnet für den ersten Beleg der klinischen Wirksamkeit neuartiger Antikörper-Derivate bei der Behandlung von Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom. Bargou hat erstmals den bispezifischen Einzelketten-Antikörper Blinatumomab eingesetzt, der an Lymphomzellen bindet und zugleich zytotoxische T-Zellen rekrutiert.^

Professor Frank Martin Brunkhorst vom Uniklinikum Jena und Dr. Christoph Engel von der Uni Leipzig erhielten den Preis für den Nachweis, dass zwei langjährig praktizierte Therapien bei Sepsis unwirksam sind. In einer ihrer Studien konnten sie zeigen, dass Volumenersatz mit Hydroxyethylstärke und intensivierte Insulintherapie den Sepsispatienten keinen Überlebensvorteil bringen, aber die Rate von Komplikationen (Nierenversagen oder Hypoglykämien) steigern. Die Ergebnisse haben seither weltweit die Sepsistherapie verändert. (eb)

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Wie gut schützen die verfügbaren Impfstoffe vor der Omikron-Variante?

© alphaspirit / stock.adobe.com

Corona-Vakzine

Impfschutz: Gegen Omikron braucht es deutlich höhere Antikörperspiegel

Karl Lauterbach und die unvollendete Pflegeagenda

© Michaela Illian

Leitartikel

Karl Lauterbach und die unvollendete Pflegeagenda