Direkt zum Inhaltsbereich

CPAP: Gut auch für Herz und Hirn

Bei KHK sollten Ärzte prüfen, ob auch eine Schlafapnoe vorliegt.

Dr. Marlinde LehmannVon Dr. Marlinde Lehmann Veröffentlicht:

Werden KHK-Patienten aufgrund einer Schlafapnoe behandelt, beugt dies Schlaganfällen vor. Diese praktische Konsequenz aus einer Studie zur Häufigkeit von Apoplexien bei KHK-Patienten mit Schlafapnoe ist für Professor Rainer Kolloch, Präsident des Internistenkongresses, ein gutes Beispiel, wie wichtig es ist, Komorbiditäten in Betracht zu ziehen.

In den vergangenen Jahren ist in epidemiologischen Studien zunehmend auf die unabhängige Assoziation von obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom, Hypertonie, KHK, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und metabolischem Syndrom hingewiesen worden. Auch wurde beobachtet, dass eine Therapie bei obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom mit CPAP nicht nur den Blutdruck senkt, sondern etwa auch bei Patienten mit Herzinsuffizienz die Pumpfunktion bessern kann.

Komorbiditäten ist eines der Schwerpunktthemen beim Kongress in Wiesbaden. Auch bei Patienten mit COPD sind sie von praktischer Bedeutung, wie Professor Michael Pfeifer vom Uniklinikum Regensburg gestern bei der Pressekonferenz zur Eröffnung des Kongresses klargestellt hat. Eine gleichzeitig bestehende COPD beeinflusse den Krankheitsverlauf etwa bei Patienten mit Komorbiditäten wie KHK, Herzinsuffizienz, aber auch Diabetes mellitus oder Osteoporose, so Pfeifer. Die Einschränkung der täglichen Aktivität hänge dabei nicht nur vom Schweregrad  der COPD ab, sondern auch von der kardialen Einschränkung und der Schwere der allgemeinen Entzündungsreaktion. Wichtig beim organübergreifenden Therapieansatz bei COPD sei, dass 40 bis 50 Prozent der COPD-Kranken auch eine therapiebedürftige Depression haben.

Mehr zum Thema

DGIM 2026

Bewusstseinsstörungen: Der internistische Blick

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?

Lesetipps
Impfheft mit COVID-19-Impfung

© RRF - stock.adobe.com

Robert Koch-Institut

STIKO lockert Impfempfehlungen gegen COVID-19

Eine Ärztin im Gespräch mit einer Patientin.

© HockleyM1 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Kollegin gibt Tipps

So gelingt eine gute Arzt-Patienten-Beziehung

Cornelia Hösemann

© Porträt: privat | Spritze: Fied

Sie fragen – Experten antworten

Ist eine Impfung gegen HPV auch bei Frauen über 50 noch sinnvoll?