127. Deutscher Ärztetag

Hausärzteverband und Virchowbund begrüßen die Wiederwahl Reinhardts

Der Deutsche Hausärztinnen- und Hausärzteverband und der Virchowbund gratulieren dem neuen BÄK-Präsidium zur Wahl. Und sie appellieren an den neuen Vorstand, die richtigen Themen zu priorisieren.

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Essen. Der Deutsche Hausärzteverband und der Virchowbund haben die Wahl von Dr. Klaus Reinhardt zum Präsidenten der Bundesärztekammer begrüßt. „Die Wiederwahl von Herrn Reinhardt ist eine sehr gute Nachricht für die deutsche Ärzteschaft. Es ist ihm in den vergangenen Jahren gelungen, die Ärzteschaft – egal, ob ambulant oder stationär tätig – zusammenzuführen. Unter seiner Führung haben alle Ärztinnen und Ärzte einen starken Vertreter an der Spitze der Bundesärztekammer,“ wird Dr. Markus Beier, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, in einer Pressemitteilung des Deutschen Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes von Donnerstag zitiert.

Der Verband hatte sich bereits frühzeitig für Herrn Dr. Reinhardt als Präsident der Bundesärztekammer ausgesprochen.

Zentrales Thema: bessere Steuerung der Patienten

Als ein zentrales Thema für die Arbeit der Bundesärztekammer in den kommenden vier Jahren nennt Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, erste stellvertretende Bundesvorsitzende, in derselben Mitteilung die bessere Steuerung der Patientinnen und Patienten. „Wir brauchen ein klares Bekenntnis der gesamten verfassten Ärzteschaft, dass die Patientinnen und Patienten nicht mehr unkoordiniert durch das System geschickt werden sollen. Bessere hausärztliche Steuerung zum Wohle der Patientinnen und Patienten ist das Thema unserer Zeit und sollte auch das Thema der Bundesärztekammer in den kommenden Jahren werden.“

Neben der Bearbeitung der aktuellen politischen Themen mahnt der Verband in der Mitteilung auch eine Reform des Deutschen Ärztetages an. Es brauche eine „deutlich fokussiertere Auseinandersetzung mit den drängenden Themen“ – auch, um sicherzustellen, dass klare Botschaften in Richtung Politik und Öffentlichkeit gesendet werden.

Reinhardt und Lundershausen stehen für Kontinuität

In einer eigenen Pressemitteilung zeigt sich auch der Virchowbund zufrieden mit dem Ausgang der Wahl: „Wir freuen uns, dass mit der Wiederwahl unserer Kandidaten, Klaus Reinhardt und Ellen Lundershausen, die Vertretung aller Ärztinnen und Ärzte weiter gewährleistet ist“, erklärt der Bundesvorsitzende, Dr. Dirk Heinrich.

Beide stünden für Kontinuität bei der Bewältigung der Herausforderungen in der Versorgung: In der anstehenden Krankenhausreform müsse die Bundesärztekammer die entscheidenden gesamtärztlichen Impulse setzen, den ärztlichen Sachverstand einbinden und die Kooperation mit dem ambulanten Bereich fortsetzen.

Fachkräftemangel und GOÄ-Novelle als Herausforderungen

Beim Fachkräftemangel, der größten Herausforderung für die Patientenversorgung der Zukunft, gehe es nicht nur um bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege, sondern auch für die Medizinischen Fachangestellten in den rund 100.000 Praxen.

Insbesondere bei der GOÄ-Novelle erwarte der Virchowbund weitere Schritte: Weil die Politik auf Zeit spiele, müsse die Bundesärztekammer effektive Maßnahmen setzen, um den Druck auf Verordnungsgeber und Verhandlungspartner zu erhöhen. (ger)

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