SmartSenior soll Mobilität im Alter sichern

HANNOVER (eb). SmartSenior, ein Forschungsverbund von 28 Partnern, koordiniert von den Telekom Innovation Laboratories, zeigt bei der CeBIT Möglichkeiten, um Menschen auch im hohen Alter noch ein selbstständiges und mobiles Leben zu gewährleisten.

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Die Partner präsentieren ein integriertes Gesamtsystem, das Lebensqualität zu Hause, sichere Mobilität und die Erhaltung der Gesundheit unterstützt. Alle Dienste werden über eine einheitliche Nutzungsoberfläche abgerufen - am Fernseher oder via Smartphone.

Anhand von zwei verschiedenen fiktiven Senioren können CeBIT-Besucher am Stand die Lösungen aus Nutzersicht zu Hause und unterwegs erleben, berichtet die Deutsche Telekom in einer Pressemitteilung. Sie können auch einen Blick hinter die Kulissen der Dienstleistungsseite von SmartSenior werfen.

Länger selbstständig in den eigenen vier Wänden

Für Sicherheit und Komfort im Wohnumfeld wurden im Projekt viele integrierte Dienstangebote entwickelt. Das häusliche Fernsehgerät wird zum Service- und Kommunikationsportal und ermöglicht den Video-Kontakt zu Familie, Freunden und dem Assistenz-Center.

Als feste Anlaufstelle für alle Belange des Alltags stehen den Angaben zufolge rund um die Uhr medizinisch und technisch geschulte Mitarbeiter telefonisch und per Videokonferenz zur Verfügung. Senioren können mit Hilfe von Assistenzknöpfen einen Alarm selbst auslösen.

Gefahrensituationen oder schleichende Veränderungen meldet die Situationserkennung automatisch. Das Assistenz-Center leitet die passende Hilfsmaßnahme ein. Es unterstützt auch in technischen Fragen zu SmartSenior, bei Bedarf per Fernwartung.

Selbst gemessene Vitaldaten wie Blutdruck, Gewicht oder auch ein EKG werden über eine sichere Datenverbindung an das angeschlossene Telemedizin-Zentrum übertragen., Dort ausgewertet können Sie auf dem TV-Gerät des Seniors angezeigt werden.

Ein interaktiver Trainer unterstützt bei der Erhaltung der Fitness, bietet Übungen zur Sturzprävention und kann auch zur kontrollierten Fortsetzung einer Rehabilitation eingesetzt werden. Damit können auch Schlaganfallpatienten selbstständig und aktiv bleiben und sich zu Hause gut betreut fühlen.

Auch unterwegs sind die Senioren gut vernetzt - über die Kleidung

Der Aufrechterhaltung der individuellen Mobilität im Alter dient die Entwicklung von intelligenten Notfallerkennungs- und Assistenzsystemen zur sicheren Fortbewegung. Risikopatienten tragen in die Kleidung integrierte medizinische Sensoren und haben auf ihrem Smartphone eine App mit der entsprechenden Notfallassistenzfunktion.

Kommt es zu einem gesundheitlichen Vorfall, erkennt dies der Notfallassistent anhand der Vitalparameter, heißt es in der Mitteilung.

Wird zum Beispiel beim Autofahren festgestellt, dass der Senior nicht mehr fahrtüchtig ist, wird die Nothaltefunktion im Fahrzeug ausgelöst. Der Nothalteassistent übernimmt die Steuerung und fährt Fahrzeug und Insassen - unter Berücksichtigung des umgebenden Verkehrs - sicher an den Straßenrand.

Der Notfallassistent übergibt die Standortinformationen zusammen mit den Vitaldaten an das Notfallmanagement. Dieses übermittelt den Notfall an das Telemedizin-Zentrum, wo ein Arzt die Daten (z. B. das EKG) analysiert und die weitere Rettungskette initiiert.

Der Assistent organisiert bei Bedarf auch die Prävention

Für die Bereiche Prävention, Behandlung und Rehabilitation werden neue Dienste entwickelt und vorhandene in das entstehende System integriert. Dazu gehören Sturzprävention, Schlaganfallrehabilitation, Schmerztherapie und telemedizinisch assistierte Peritonealdialyse.

Die Leistungen des Telemedizin-Zentrums reichen von Telemonitoring bei chronischen Erkrankungen über Informationsdienste bis hin zur Notfallversorgung. Basierend auf den eingehenden Vitaldaten betreuen die Ärzte ihre Patienten sowohl telefonisch als auch per Videokonferenz.

Abweichungen von ärztlich definierten Schwellenwerten werden automatisch erkannt und auf dem telemedizinischen Arbeitsplatz signalisiert. So kann das Team Notfälle schnell erkennen und unmittelbar reagieren.

www.smart-senior.de

CeBIT: Halle 26, Stand E50 (Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF))

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