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Wie funktioniert Frauenförderung in einem Klinikkonzern?

In Spitzengremien der Wirtschaft müssen mehr Frauen berücksichtigt werden - eine Forderung, die in der Öffentlichkeit und bei Politikern immer stärkere Beachtung findet. Doch wie sieht die Realität aus?

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BERLIN (fuh). Im Jahr 2011 hat sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen großer Unternehmen und Banken in Deutschland kaum verändert. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Die DIW-Expertinnen Elke Holst und Julia Schimeta konnten im Vergleich zum Vorjahr keinen nennenswerten Anstieg bei der Zahl der Frauen in Top-Positionen beobachten.

 "Obwohl das Ziel, mehr Frauen in Spitzengremien der Wirtschaft zu berücksichtigen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik immer stärkere Beachtung findet, werden Frauen an den maßgeblichen wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen weiterhin kaum beteiligt", fasst DIW-Forschungsdirektorin Holst zusammen.

Im Vorstand der deutschen Top-200-Unternehmen waren Frauen auch 2011 wieder mit nur drei Prozent vertreten. "Hier herrscht eine männliche Monokultur", so Holst. In den Aufsichtsräten stieg der Anteil leicht von 10,6 Prozent im Vorjahr auf 11,9 Prozent.

"Weiterhin sind aber mehr als zwei Drittel der Frauen in Aufsichtsräten Vertreterinnen der Arbeitnehmerschaft, die aufgrund von Mitbestimmungsregelungen in das Gremium gelangten", erklärt Schimeta.

Bei den im Fokus der Öffentlichkeit stehenden DAX-30-Unternehmen nahm der Frauenanteil 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Punkte auf 3,7 Prozent zu.

Mehr Frauen in Führungspositionen!

Grund genug, diese Problematik beim Hauptstadtkongress zum Thema zu machen. Die Veranstaltung "Wege aus der Personalkrise: Mehr Frauen in Führungspositionen!" (Donnerstag, 14. Juni, von 14:30 Uhr bis 16 Uhr, Saal 7) diskutiert, ob der Fachkräftemangel Frauen in Führungspositionen bringen und so einen Weg aus der Personalkrise weisen wird.

Mit dabei ist zudem Adrienne Axler, Sodexo S. A., Frankreich. Sie sagt: "Sodexo hat sich seit mehreren Jahren der Förderung der Verbesserung des Frauenanteils auf allen Ebenen des Unternehmens verschrieben."

Bei der Veranstaltung mit dabei sind auch Dr. Dorothea Dreizehnter, Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH Berlin, und Dr. Elizabeth Harrison, Städtisches Klinikum München. Im ansonsten männerdominierten Management von Krankenhäusern gehören sie zur seltenen Spezies der Frauen in wichtigen Leitungsfunktionen. Die beiden Topmanagerinnen sprechen über Frauenförderung in einem Krankenhauskonzern.

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