Abgabe für ungesunde Produkte?

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HOHENKAMMER (wst). Die in großen Teilen der Bevölkerung ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung und üppiger Ernährung führt zu einer Diabetesepidemie, die schon in wenigen Jahren das Gesundheitswesen überfordern könnte. Prävention tut not, doch keiner will so recht dafür bezahlen.

Eine mögliche Finanzierung für Präventionsprogramme sieht Professor Hermann von Lilienfeld-Toal, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes, in einer zweckgebundenen Abgabe auf diabetogene Genuss- und Nahrungsmittel. Eine Liste hat er beim Symposium des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes in Hohenkammer in Oberbayern vorgestellt. Auf der Liste stehen etwa Tabakwaren, Alkohol, zuckerhaltige Getränke (je höher der Zuckeranteil desto höher die Abgabe), Süßwaren sowie Weißmehl-, Fleisch- und Fettprodukte.

Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, müssten alle diabetogenen Produkte ähnlich stark belastet werden. Hersteller und Konsumenten würden durch die Abgabe einen zweckgebundenen Ausgleich für den gesundheitsgefährdenden Konsum an die Solidargemeinschaft entrichten.

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