Kanada
Ärzte warnen vor Naschwerk mit Cannabis
Ende 2019 sind in Kanada mit Cannabis versetzte Nahrungsmittel (Edibles) legalisiert worden. Ärzten bereitet das Sorgen.
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Brownie cannabis
© Atomazul / stock.adobe.com
Toronto. Auf diverse Risiken von „Cannabis Edibles“ weisen kanadische Public-Health-Experten im „Canadian Medical Association Journal“ hin (CMAJ 2020; 192(1): E1-2).
Bis Effekte der mit der Droge versetzten Kekse, Kuchen oder Süßigkeiten wahrgenommen werden, könne es bis zu vier Stunden dauern. Dies gehe mit dem Risiko des Übergebrauchs einher.
Zugleich können die Effekte bis zu acht Stunden anhalten, erklären Dr. Jasleen Grewal und Dr. Lawrence Loh von der Universität Toronto. Es bestehe außerdem das Risiko, das zum Beispiel Kinder solche Produkte versehentlich essen.
Unter Jugendlichen in Kanada ist die Ansicht verbreitet, solche „Cannabis Edibles“ wirkten sich günstig auf Schlaf, Stimmung und Angst aus – weniger bekannt sind negative Effekte des Langzeitgebrauchs wie Panikattacken, Psychosen oder Hyperemesis. Grewal und Loh raten Ärzten, ihre Patienten proaktiv auf Cannabis-Gebrauch anzusprechen.
Seit 2001 ist in Kanada die medizinische Nutzung von Cannabis erlaubt. Seit 2018 ist der Gebrauch als Rauschmittel ab einem Alter von 19 Jahren legalisiert. Die jetzt erfolgte Freigabe von „Cannabis Edibles“ unterliegt gesetzlichen Bestimmungen, etwa hinsichtlich der Dosis, Produktion und Verpackung. (ner)
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