Tierseuche

Afrikanische Schweinepest rückt näher

Veröffentlicht:

GREIFSWALD–RIEMS. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt näher an Deutschland heran. Nach dem Auftreten der Seuche bei Wildschweinen in Tschechien hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) seine Risikoeinschätzung für die Einschleppung der Seuche nach Deutschland angepasst. Die Experten stufen das Risiko durch direkten Kontakt zwischen Wildschweinen nicht mehr als gering ein, sondern als mäßig. Als größte Gefahr für die Einschleppung gilt weiterhin der Mensch, der über nicht gegarte, kontaminierte Schweineprodukte den Erreger nach Westen tragen könne. Das Einschleppungsrisiko durch den Menschen wird weiter als hoch eingestuft.

Das hochinfektiöse ASP-Virus zirkuliert in Wild- und Hausschweinbeständen in den baltischen Staaten sowie in der Ukraine, Polen und Russland. Seit Ende Juni wurden 25 Wildschweine in Ost-Tschechien gefunden, die an ASP verendet waren. In keinem der Länder sei eine erfolgreiche Bekämpfung der Tierseuche bei Wildschweinen bisher gelungen, sagte FLI-Präsident Professor Thomas Mettenleiter am Donnerstag. Gegen die ASP existiert bislang kein Impfstoff. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. (dpa)

Mehr zum Thema

Stark steigende Inzidenz

Bund und Länder beraten erneut über Corona-Lage

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Horst Grünwoldt

Die "Pest" der Schweine

Der Molekularbiologe Thomas Mettenleiter -Leiter des Bundesinstituts für Tiergesundheit auf dem Riems- dramatisiert regelmäßig die nur vereinzelt auftretenden Infektionskrankeiten bei unseren Haustieren.
Das geschieht vor allem mittels medizinisch-naturwissenschaftlich unangemessener Ausdrücke wie "grassierende, überspringende oder zirkulierende" Erreger. Sein Bundesinstitut kann bekanntlich nichts anderes, als gelegentlich bei erkrankten oder gefallenen Tieren irgendeinen vermeintlichen, für das Krankheitsbild oder den Todesfall ursächlichen, oder nur assoziierten Mikroorganismus, oder ein zellendogenes Virus nachweisen.
Sodann ist es Aufgabe von klinischen Tierärzten zu untersuchen und zu beurteilen, inwieweit überhaupt ein besorgniserregendes Ansteckungsrisiko oder Seuchengeschehen vorliegt.
Wenn der Naturwissenschaftler Mettenleiter am 14. Juli 2017 in der Ostseezeitung öffentlich und mystifizierend erklärt, das das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ein "cleverer" Erreger sein soll, dann könnte Lieschen Müller irregeführt glauben, dass das leblose DNA-Nanopartikel sogar Hirn-"Grips" und böse Absichten hat!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Menschen demonstrieren im September 2021 vor dem Bundesrat für die Abschaffung des Paragrafen 219a. Der Bundesrat lehnt einen Antrag von fünf Ländern aber ab.

© Wolfgang Kumm/dpa

Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche

Abschaffung von §219a StGB: Justizminister legt Entwurf vor

Versorgung eines amputierten Fingers: Zumidest in den USA wird das einer Studie zufolge wohl häufig nicht richtig gehandhabt.

© dreibirnen / stock.adobe.com

US-Analyse

So werden Amputate richtig aufbewahrt