Extraintestinale Symptome

Aktionstag zu CED-Symptomen außerhalb des Darms

Oft sind bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn neben dem Colon auch Gelenke, Haut oder Psyche betroffen. Ein Aktionstag soll dafür Aufmerksamkeit schaffen.

Veröffentlicht: 15.05.2020, 11:00 Uhr
Aktionstag zu CED-Symptomen außerhalb des Darms

Nicht nur im Darm manifestieren sich Symptome einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung.

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Gießen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) äußern sich nicht nur im Magen-Darm-Trakt, sondern möglicherweise auch durch Gelenkbeschwerden, Hautveränderungen und psychische Beeinträchtigungen.

Darauf weist die Gastro-Liga aus Anlass des Aktionstages „Chronisch entzündliche Darmkerkrankungen“ hin, der am 19. Mai 2020 stattfindet. An diesem Tag wird auch international mit dem „World Inflammatory Bowel Disease“-Tag Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen.

Extraintestinale Symptome

Bei Patienten, die an CED leiden, treten auch häufig Gelenk- und Rückenschmerzen, Augenentzündungen, Hautveränderungen wie zum Beispiel Aphten, aber auch unscheinbare Müdigkeit oder Fieber auf, heißt es in der Mitteilung der Gastro-Liga. Diese Symptome träten oft bereits Jahre vor den typischen Darm-Symptomen einer CED auf und erschwerten so die frühe und richtige Diagnosestellung, erläutert Professor Franz Hartmann, Gastroenterologe aus Frankfurt am Main, in der Mitteilung.

Viele CED-Patienten machten außerdem die Beobachtung, dass sich Stress negativ auf die Krankheit auswirkt. „Bei depressiven Verstimmungen, Ängsten oder chronischem Stress ist eine psychosomatische oder psychologische Mitbetreuung daher absolut sinnvoll“, wird Hartmann weiter in der Mitteilung zitiert.

Die Mitbetreuung könne das Risiko für Krankheitsschübe reduzieren. Ebenfalls Abhilfe schaffen könne der Austausch mit anderen Betroffenen, zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe.

Aktionstag und Hotline

Diese Beeinträchtigungen von anderen Organen durch CED stehen dieses Jahr im Zentrum des Aktionstages. Von Mai bis September sollen bundesweit Veranstaltungen mit Vorträgen und einem Informationsangebot zu dem Thema organisiert werden. Außerdem richtet die Gastro-Liga Expertenhotlines für Betroffene und Angehörige ein, bei denen sich Anrufer bei medizinischen Fachleuten informieren können, heißt es in der Mitteilung. (mmr)

Alle Informationen zum Aktionstag und den Veranstaltungsorten gibt es auf: www.gastro-liga.de

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