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Akupunktur macht bei vielen Patienten die Nase frei

Eine gute Alternative zu Antihistaminika oder Hyposensibilisierung bei Pollenallergie ist die Akupunktur, wie Dr. Helmut Rüdinger, 2. Vorsitzender der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur zur "Ärzte Zeitung" gesagt hat.

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Mit einer solchen Behandlung verringern sich bei gut der Hälfte der Patienten die Symptome der allergischen Rhinokonjunktivitis deutlich. Rüdinger: "Bei manchen Patienten wirkt die Behandlung schon gleich nach der ersten Sitzung, und der Effekt hält für ein paar Jahre an."

In der Regel wird sechs- bis achtmal behandelt, und zwar in 30minütigen Sitzungen zwei bis dreimal pro Woche. Die Nadeln werden im Gesichtsbereich, am Ohr sowie auch am übrigen Körper, etwa an den Armen, plaziert.

Nach zwei Wochen sei meist klar, ob die Therapie etwas bringt, so Rüdinger. Meist hält der Effekt für ein Jahr. Unerwünschte Wirkungen sind nach Angaben von Rüdinger selten. Gelegentlich gebe es Hämatome, Schmerzen und übermäßige Müdigkeit unmittelbar nach der Therapie.

Lange Zeit wurde empfohlen, bereits vor der Pollensaison mit der Akupunktur zu beginnen. Mittlerweile mehren sich jedoch die Hinweise, daß die Behandlung auch dann effektiv ist, wenn die Patienten bereits Symptome haben. Das Alter der Patienten sei für den Erfolg der Behandlung nicht von Bedeutung, sagte Rüdiger. Und es gebe keine absoluten Kontraindikationen. Vorsicht sei jedoch bei Schwangeren geboten.

Als Wirkmechanismus der Akupunktur bei der Pollenallergie wird ein günstiger Einfluß auf das Immunsystem angenommen. So haben nach Angaben von Rüdinger bereits mehrere Studien ergeben, daß die Akupunktur die IgE-Antikörper-Konzentration im Serum reduziert (ikr).

Lesen Sie dazu auch: Pollen bringen die Nase wieder zum Jucken Antihistaminika und Kortikosteroide helfen Spezifische Immuntherapie dauerhaft erfolgreich

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