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Angst schnürt Blutgefäße zu, Lachen macht sie weiter

BALTIMORE (ug). Angst und Streß gelten als gefährlich für Herz und Gefäße. Lachen dagegen scheint gesund fürs Herz zu sein - denn Lachen weitet die Gefäße und steigert den Blutfluß, hat jetzt eine kleine US-Studie gezeigt.

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Dr. Michael Miller und seine Kollegen von der University of Maryland in Baltimore haben 20 gesunde Freiwillige (Durchschnittsalter 33 Jahre) lustige Szenen aus Filmen wie "Verrückt nach Mary" und 48 Stunden später schockierende Kriegs-Szenen aus Streifen wie "Der Soldat James Ryan" anschauen lassen.

Jeweils am Vortag durften die Probanden weder Sport machen noch Alkohol trinken. Vor und nach den 20minütigen Vorführungen wurde mit Ultraschall die Gefäßweite der A. brachialis gemessen, die sich gut für Referenzmessungen von Veränderungen des Blutflusses im Herzen eignet.

Über die Ergebnisse berichten die Wissenschaftler in einem Brief an das britische Magazin "Heart" (92, 2006, 261): Bei 19 der 20 Teilnehmer hatte sich nach den lustigen Filmszenen der Blutfluß verbessert. Die Oberarm-Arterie war um 22 Prozent weiter als bei den Messungen vor der Filmvorführung.

Dieser Effekt entspreche dem von 20 Minuten aerobischen Übungen. Dagegen war die Gefäßweite bei 14 Probanden nach den schockierenden Filmszenen um 35 Prozent enger als vorher - das entspreche dem Effekt, den Kopfrechnen auf den Blutfluß habe, so die Forscher.

Wie die positive Wirkung des Lachens und der negative Effekt durch die belastenden Filmszenen auf den Blutfluß zustandekommen, darüber können die Forscher nur spekulieren. Möglicherweise würden ausgeschüttete Hormone die Endothelzellen der Arterienwand beeinflussen, schreiben die Wissenschaftler.

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