Zwanghaftes Verhalten

Antikörper bessern Zwangsstörungen bei Mäusen

Ein Antikörper, der auf das Immunsystem abzielt, hat bei Mäusen mit Zwangsstörungen einen positiven Einfluss auf deren Verhalten, berichten Wissenschaftler der Queen Mary University in London.

Veröffentlicht: 22.04.2020, 17:37 Uhr

London. Ein Antikörper, der auf das Immunsystem abzielt, hat bei Mäusen mit Zwangsstörungen einen positiven Einfluss auf deren Verhalten, berichten Wissenschaftler der Queen Mary University in London.

Die Forscher um Professor Fulvio D’Acquisto hatten entdeckt, dass Menschen mit Zwangsstörungen einen hohen Spiegel des Proteins Immuno-moodulin (Imood) in ihren Lymphozyten haben. Auch Mäuse mit einem hohen Spiegel dieses Proteins verhalten sich charakteristisch für Stress und Ängstlichkeit, zum Beispiel durch übermäßiges Graben und Putzen (Brain Behav Immun 2020, online 29. Februar).

Wurden die ängstlichen Mäuse mit einem Antikörper behandelt, der Imood neutralisiert, reduzierte sich das ängstliche Verhalten der Mäuse. Ein Wirkstoff für Menschen sei in Arbeit, heißt es in der Mitteilung. (mmr)

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