Arme, Hände, Gesicht - all das haben Ärzte schon übertragen

Veröffentlicht:
Das Briefbombenopfer Theo Kelz (rechts) nach der Transplantation zweier Hände.

Das Briefbombenopfer Theo Kelz (rechts) nach der Transplantation zweier Hände.

© Foto: pa

In den vergangenen Jahren sorgten bereits einige spektakuläre Transplantationen für Aufsehen:

  • Die erste chirurgisch erfolgreiche Transplantation einer menschlichen Hand fand 1998 in Lyon in Frankreich statt. Der Chirurg Professor Jean-Michel Dubernard transplantiert seinerzeit erstmals die Hand eines Toten. Der Empfänger konnte sich jedoch an den fremden Körperteil nicht gewöhnen und nahm seine Immunsuppressiva nicht mehr ein. Wenig Tage später mussten die Chirurgen die Hand wieder abnehmen.
  • Zwei Jahre später transplantierte Dubernard in einer 17-stündigen Operation zwei Unterarme. Bereits drei Wochen nach dem Eingriff habe der Patient wieder erste Gefühle in den Fingerspitzen gehabt, wurde seinerzeit berichtet.
  • Vor fünf Jahren wurden im Februar 2003 an der Uniklinik Innsbruck einem 41-jährigen Arbeiter, der in eine Starkstromleitung geraten war, beide Unterarme transplantiert. Dem Operationsteam kamen dabei die Erfahrungen zugute, die drei Jahre zuvor mit dem Polizisten Theo Kelz aus Kärnten gemacht worden waren, dem eine Briefbombe beide Hände zerfetzt hatte.
  • Im Jahr 2005 sorgte Dubernard mit der weltweit ersten großflächigen Gesichtstransplantation bei der 38-jährigen Isabelle Dinoire erneut für Aufsehen. Er verpflanzte der Frau Nase, Lippen und Kinn einer Hirntoten. (sto)

Lesen Sie dazu auch: Sechs Jahre nach seinem Unfall erhält ein Patient zwei ganze Arme transplantiert

Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Weniger Rezidive

Hustenstiller lindert Agitation bei Alzheimer

Lesetipps
Ulrike Elsner

© Rolf Schulten

Interview

vdek-Chefin Elsner: „Es werden munter weiter Lasten auf die GKV verlagert!“

KBV-Chef Dr. Andreas Gassen forderte am Mittwoch beim Gesundheitskongress des Westens unter anderem, die dringend notwendige Entbudgetierung der niedergelassenen Haus- und Fachärzte müsse von einer „intelligenten“ Gebührenordnung flankiert werden.

© WISO/Schmidt-Dominé

Gesundheitskongress des Westens

KBV-Chef Gassen fordert: Vergütungsreform muss die Patienten einbeziehen