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Atypisches Neuroleptikum effektiv gegen Manie

BERLIN (djb). Das Atypikum Olanzapin ist bei der Therapie von Patienten mit akuter Manie mindestens so gut wirksam wie der klassische Stimmungsstabilisierer Lithium. Manische Episoden ließen sich mit dem atypischen Neuroleptikum sogar in einer Studie besser verhindern als mit Lithium.

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In aktuellen Studien wurde belegt, daß auch das atypische Neuroleptikum Olanzapin (Zyprexa®) wirksam gegen Manien und Depressionen bei bipolaren Erkrankungen ist, hat Professor Waldemar Greil aus Kilchberg in der Schweiz berichtet. So sei in einer Studie mit 543 Patienten belegt werden, daß Olanzapin dem Goldstandard Lithium nicht unterlegen ist, sagte Greil auf einer Veranstaltung in Berlin, die vom Unternehmen Lilly unterstützt wurde.

Die Patienten hatten zu Beginn der Studie einen Wert von im Schnitt 20 Punkten (akute Manie) auf der 60 Punkte umfassenden Young Mania Rating Scale (YMRS). Die Patienten wurden zunächst über sechs bis zwölf Wochen mit Olanzapin und Lithium behandelt. 431 Patienten kamen damit in Remission.

Als Remission wurden definiert, wenn der YMRS-Wert unter 13 Punkten lag und zugleich der Wert auf der Hamilton-Depressionsskala unter sieben Punkten lag. Von diesen Patienten erhielten anschließend 217 über ein Jahr Olanzapin, 214 wurden mit Lithium weiterbehandelt. Das Ergebnis: Mit dem Atypikum kam es bei 30 Prozent zu einer neuen Krankheitsepisode, mit Lithium bei 39 Prozent.

Mit beiden Therapien konnten depressive sowie gemischt manisch-depressive Episoden ähnlich gut verhindert werden. Rein manische Episoden traten mit Olanzapin signifikant seltener auf als mit Lithium (14 versus 23 Prozent). In der Olanzapin-Gruppe mußten auch signifikant weniger Patienten stationär behandelt werden (14 versus 23 Prozent), sagte Greil.

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