Direkt zum Inhaltsbereich

Auch Diabetiker sprechen gut auf Potenzpille an

MAILAND (grue). Eine erektile Dysfunktion (ED) entwickelt sich oft bei Patienten mit Adipositas, Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen. Auch Männer mit diesen Erkrankungen sprechen gut auf eine Therapie mit dem PDE-5-Hemmer Vardenafil an.

Veröffentlicht:

Bei Patienten mit ED sollte immer geklärt werden, ob nicht ein metabolisches Syndrom vorliegt, sagte Professor Ian Eardley aus Leeds in Großbritannien in Mailand. Umgekehrt müsse auch jeder Patient mit Typ-2-Diabetes nach Potenzstörungen gefragt werden, weil beides über die endotheliale Dysfunktion zusammenhängt, so der Wissenschaftler auf einer Veranstaltung von Bayer HealthCare.

Eine hohe Komorbidität gebe es zudem für ED und Dyslipidämien, sagte der Urologe. Es sei davon auszugehen, dass 70 Prozent der Männer mit ED mindestens eine Begleiterkrankung aus dem Spektrum des metabolischen Syndroms haben. Der selektive PDE-5-Hemmer Vardenafil (Levitra®) verbessert nach Angaben von Eardley die Erektionsfähigkeit deutlich - unabhängig vom Alter der Patienten und der Schwere der ED.

Das bestätigt eine neue Studie, an der nur Patienten mit ED und Dyslipidämie teilgenommen haben. Die Männer erhielten entweder Vardenafil oder Placebo für zwölf Wochen. Primärer Endpunkt war die Veränderung der erektilen Funktion. Bestimmt wurde diese mit den Fragebögen SEP-2 und SEP-3 (Sexual Encounter Profile Questionnaire). Die Behandlung mit Vardenafil führte zu einem signifikanten Anstieg der erektilen Funktion nach SEP-2 (Erektionsstärke) von 46 auf 79 Prozent. Mit Placebo stieg der Wert von 47 auf 52 Prozent. Der SEP-3-Wert (Erektionsdauer) stieg mit Vardenafil von 18 auf 67 Prozent, mit Placebo von 16 auf 34 Prozent. Auch bei Diabetikern mit ED sei Vardenafil wirksam, sagte Eardley.

Mehr zum Thema

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© FOMF

Forum für medizinische Fortbildung

Eviplex: KI-gestützte Recherche speziell für den medizinischen Alltag

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übersicht und Metaanalyse

Probiotika könnten Arthrose-Beschwerden lindern

Kasuistik

Schwindel und Leistungsknick: Was sehen Sie im EKG?

Lesetipps
Ältere Frau sitzt auf dem Boden und hält sich den Kopf.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt