Auch bei akuter Lumbalgie hilft viel oft nicht viel

SYDNEY (eb). Bei akuter Lumbalgie kann eine Therapie mit Paracetamol ausreichen - zusammen mit der Empfehlung, sich möglichst bald wieder zu bewegen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern aus Australien.

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Keinen Einfluss auf die Zeit bis zur Heilung hatte in der Studie, wenn die Patienten mit Hexenschuss zusätzlich zu diesen Maßnahmen noch Diclofenac oder eine manuelle Therapie verordnet bekamen. Das berichten Forscher der Back Pain Research Group von der Universität von Sydney (Lancet 370, 2007, 1638).

An der Vergleichsstudie nahmen 240 Patienten mit akuter Lumbalgie teil, die in vier gleich große Behandlungsgruppen aufgeteilt wurden. Als Basistherapie erhielten alle viermal täglich 500 mg Paracetamol und die ärztliche Empfehlung, sich möglichst wenig zu schonen.

Die erste Gruppe bekam zudem zweimal täglich 50 mg Diclofenac und eine echte manuelle Therapie. Der zweiten Gruppe wurde eine manuelle Therapie vorgetäuscht, daneben bekamen sie die gleiche Diclofenac-Dosis. Die dritte Gruppe erhielt eine echte manuelle Therapie und dazu ein Placebo und die letzte Gruppe schließlich nur eine vorgetäuschte manuelle Therapie und ein Placebo.

Ergebnis: Nach einer, zwei, vier und 12 Wochen gab es bei den Behandlungsergebnissen in den vier Gruppen keine Unterschiede.

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