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Rest-less Brain

Auch im Schlaf läuft das Gehirn auf Hochtouren

MANNHEIM/HEIDELBERG (eb). Wissenschaftler des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Mannheim, konnten erstmals bei schlafenden Mäusen eine andauernde Aktivität in einer bestimmten Nervenzellgruppe, die eine zentrale Schaltstelle für die Gedächtnisbildung ist, nachweisen.

Veröffentlicht:

Den Forschern ist es gelungen, die "Konversation" der Neurone zwischen den Hirnregionen zu beschreiben (Nature Neuroscience 2012; 15: 1531-1538).

Genau die untersuchten Hirnareale sind auch als erste bei der Alzheimer Demenz betroffen, daher sind die Ergebnisse von großer Bedeutung für die Erforschung dieser Erkrankung, heißt es in einer Mitteilung des Instituts.

Das Team um Dr. Thomas Hahn, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und Wissenschaftler aus Mannheim und Los Angeles untersuchten die Kommunikation zwischen Großhirnrinde und Hippocampus während des Tiefschlafs.

Dabei zeigte die Großhirnrinde meist ein langsames Wellenmuster mit einem regelmäßigen etwa sekündlichen Wechsel vom aktiven zum inaktiven Zustand.

Die Forscher maßen nun die elektrische Aktivität gleichzeitig in der Großhirnrinde, im Hippocampus und in jenem Teil des Entorhinalen Kortex, der Informationen vom Großhirn erhält und diese in den Hippocampus weiterleitet.

Die Nervenzellen im Entorhinalen Kortex verhalten sich anders als bisher angenommen. Sie werden, wie erwartet, aktiv, wenn sie von der Großhirnrinde Input bekommen.

Doch wenn die Großhirnrinde wieder inaktiv wird, bleiben die Neurone des Entorhinalen Kortex in einem aktiven Zustand, als ob sie sich an etwas "erinnern", das die Großhirnrinde gerade gesagt hat. Diesen Vorgang der anhaltenden Aktivierung nennen die Forscher persistierende Aktivität.

Diese spontane Persistenz beeinflusste auch den Hippocampus. Andererseits weist der Hippocampus geringere Aktivität auf, wenn die Großhirnrinde aktiv ist. Somit entkoppeln die untersuchten Nervenzellen die Großhirnrinde vom Hippocampus.

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