Auf www.medizin-fuer-kids.de spazieren Kinder durch Praxis und Krankenhaus

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Von Ingeborg Bördlein

Kranke Kinder und Jugendliche, aber auch wißbegierige gesunde Sprößlinge können die virtuelle Medizinstadt auf www.medizin-fuer-kids.de im Internet besuchen. In der virtuellen Medizinstadt erfahren die Kids alles über Krankheiten, Behandlungsmöglichkeiten und die Abläufe im Krankenhaus wie auch in der Kinderarztpraxis.

Mit dem Projekt sollen vor allem Kinder zwischen acht und 14 Jahren erreicht werden, erklärte Renate Sedlak von der Abteilung für Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum in Heidelberg.

Auf Initiative der Erziehungswissenschaftlerin und unter ihrer Leitung ist die kindgerechte Website zusammen mit der Hochschule für Medien in Stuttgart und mit Unterstützung der Heidelberger Klaus Tschira Stiftung entwickelt worden.

Wer sich in die virtuelle Medizinstadt einklickt, findet einen Wegweiser in die Kinderklinik oder in die Kinderarztpraxis. Die Kids können spielerisch Informationen über das Innenleben einer Klinik, die verschiedenen Abteilungen, die hier tätigen Berufsgruppen, die diagnostischen und therapeutischen Geräte oder Instrumente sowie über sämtliche Erkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten einholen. Sie erfahren, was bei einer Operation passiert und wie man Schmerzen vorbeugen oder sie behandeln kann.

Die Besucher finden auf der Startseite Zugang zu einer Bibliothek, einem Internetcafé, Spielplatz und Fitneßstudio. Sie können an einem Quiz teilnehmen und ihr Wissen über ihren Körper testen. Neues aus der Medizin und Wissenschaft in kindgerechter Sprache finden sie in der Bibliothek.

Die Figur "Loib" für die kleineren Wißbegierigen unter den Internetbesuchern wurde zusammen mit dem Stuttgarter Medienwissenschaftler Frank Thissen entwickelt und läßt sich von ihnen buchstäblich ein Loch in den Bauch fragen.

Die älteren Kinder und Jugendliche können sich in Kindernachrichten über das Neueste aus der Medizin informieren. Suchbegriffe können eingegeben werden, sollten diese in der Datenbank noch nicht vorhanden sein, werden sie aufgenommen.

In der virtuellen Medizinstadt werden die Kinder eingeladen, ihre eigenen Krankheits- oder Krankenhauserfahrungen in einem Forum einzubringen. Der bunte lebhafte Medizinbetrieb im Internet soll viel Information bieten und dadurch Ängste abbauen helfen, wünscht sich die Heidelberger Erziehungswissenschaftlerin von dem Projekt.

Nicht nur kleine Patienten sollen den kurzweiligen Informationspool nutzen können, sondern auch deren Eltern, Lehrer und Pädiater. Letztlich seien alle in der virtuellen Medizinstadt willkommen, die verständliche Informationen zu medizinischen Themen suchen, beschreibt Sedlak die Zielgruppe. Die Medizinstadt soll künftig noch weiter ausgebaut werden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.medizin-fuer-kids.de

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