Bald Standards zur Therapie bei Unfruchtbarkeit

BERLIN (gvg). Ein unabhängiges Gremium von Reproduktionsmedizinern soll in den nächsten Monaten globale Standards für das Vorgehen bei der assistierten Reproduktion entwickeln. Die Standards sollen Betroffenen helfen, die Qualität einer Einrichtung besser abschätzen zu können.

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Das Gremium, in dem Reproduktionsmediziner aus aller Welt mitarbeiten, trägt den Namen GIFT (Global Infertility Taskforce). Es handelt sich um eine Initiative des ESHRE Patient Leader Forum, ein Patientengremium der Europäischen Gesellschaft für menschliche Reproduktion und Embryologie.

Ziel sei ein internationaler Konsens über die Anwendung reproduktionsmedizinischer Verfahren, sagte Projektkoordinatorin Sandra Dill auf dem ESHRE-Kongreß in Berlin. So sollen Richtwerte erarbeitet werden, wie oft bestimmte Verfahren, etwa die Behandlung mit Gonadotropinen, angewandt werden sollten. Auch die Erfolgschancen der reproduktionsmedizinischen Techniken sollen transparenter gemacht werden. Die erste Fassung des Konsenspapiers soll bis Ende des Jahres vorliegen.

Die WHO schätzt, daß weltweit 90 Millionen Paare ungewollt kinderlos sind. "Etwa 94 Prozent dieser Paare werden nie behandelt", so Dill, die sich dabei auf eine Metaanalyse und mehrere Befragungen stützt, die aus Anlaß des Weltfruchtbarkeitsmonats (Juni 2004) an der kanadischen McMasters-Universität gemacht worden sind.

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