Asthma/COPD

Bei Asthma hat Antikörper gegen IgE viele Effekte

MÜNCHEN (sto). Der monoklonale Anti-IgE-Antikörper Omalizumab reduziert die allergische Entzündung bei Asthma-Kranken auf vielfältige Weise. Immunglobulin E, gegen das sich das Medikament richtet, gilt als Schlüsselmolekül der allergischen Reaktion.

Veröffentlicht: 20.09.2006, 08:00 Uhr

Durch Omalizumab (Xolair®) werde nichtgebundenes, zirkulierendes IgE inaktiviert und somit das Schlüsselmolekül der allergischen Reaktion blockiert, sagte Professor Gerhard Schultze-Werninghaus aus Bochum beim Pneumologen-Kongreß in München. Allergisch-asthmatische Reaktionen würden so gedämpft.

Darüber hinaus verhindere Omalizumab die Bindung von IgE-Molekülen an Mastzellen und hemme die Freisetzung von Entzündungsmediatoren, die die Asthmasymptome verursachen, betonte der Pneumologe bei einer Veranstaltung des Unternehmens Novartis.

Im Endeffekt komme es so zu einer Stabilisierung der Mastzellen gegen Allergene und zu einer Hemmung der allergischen Entzündungskaskade, berichtete Schultze-Werninghaus. Der Nachweis, daß sich mit dem Anti-IgE-Antikörper die allergische Entzündung verringert, sei in allen bisherigen Studien geführt worden.

Neue Studienergebnisse belegen, daß das Medikament auch viele Arten von Zellen wie die Eosinophilen reduziert, die an der Atemwegsentzündung beteiligt sind. Außerdem beeinflusse Omalizumab die Produktion von IgE selbst, sagte der Bochumer Pneumologe.

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