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Bei Magenkrebs sind drei Mittel besser als zwei

LEIPZIG (scho). Seit April dieses Jahres ist das Medikament Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil für die Therapie von Patienten mit Adenokarzinom des Magens zugelassen. Dies kommt Patienten mit fortgeschrittenem Karzinom besonders zugute.

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Das Taxan Docetaxel (Taxotere®) ist seit zehn Jahren die erste Substanz, die Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom ein längeres Überleben bietet. Dies konnte in einer Phase-III-Studie an mehr als 450 Patienten belegt werden, die Privatdozent Peter Reichhardt von der Charité, Berlin, bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie in Leipzig vorgestellt hat. Taxane stören in Tumorzellen die Funktion der Mikrotubuli und blockieren damit die Zellteilung.

Vergleich der Wirksamkeit von Zweifach- und Dreifach-Kombi

Die Patienten der Studie erhielten als Erstlinientherapie entweder eine Zweierkombination aus Cisplatin und 5-Fluorouracil oder eine Dreierkombination aus Docetaxel, Cisplatin und 5-Fluorouracil. Mit 37 Prozent sprachen signifikant mehr Patienten auf die Dreierkombination an als auf die Zweierkombination (25 Prozent). Komplettes Ansprechen auf eine Behandlung ist dabei definiert als vollständiges Verschwinden aller Tumorläsionen für mindestens vier Wochen, partielles Ansprechen als mindestens 50prozentige Reduktion der Tumorparameter, ebenfalls für mindestens vier Wochen.

Die Zeit bis zum Fortschreiten des Tumors war in der Gruppe mit der Dreifach-Kombi signifikant länger (5,6 versus 3,7 Monate). Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Patient nach zwei Jahren noch lebt, sei bei der Therapie mit Docetaxel doppelt so hoch wie bei der Zweifach-Kombi ohne Docetaxel, so Reichhardt auf dem von Sanofi-Aventis unterstützten Symposium.

Granulozyten-Faktor-Therapie beugt Neutropenien vor

Ein Problem der Dreifach-Kombinationstherapie sind unerwünschte Wirkungen auf die Hämatopoese. In der Studie trat bei 82 Prozent der Patienten eine Neutropenie auf und bei 30 Prozent eine dadurch bedingte Infektion. Um diesen unerwünschten Wirkungen vorzubeugen, sollten die Patienten prophylaktisch mit dem Granulozyten-koloniestimulierenden Faktor G-CSF behandelt werden.

Weitere Infos zu Krebs finden Sie etwa unter www.krebsgesellschaft.de, Zugang über DocCheck-Paßwort

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