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Reiseberatung

Bei Reisen auf Schiffen lohnt Grippe-Impfung

Auch außerhalb der hiesigen Saison kann für Personen, die eine Fernreise planen, eine Influenza-Impfung sinnvoll sein.

Von Dr. Sandra Vergin und Prof. Tomas Jelinek Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. Influenza-Viren sind weltweit verbreitet und führen regelmäßig in den jeweiligen Wintermonaten auf der Nord- und Südhalbkugel zu Grippe-Erkrankungswellen.

In Deutschland und der restlichen nördlichen Hemisphäre tritt generell eine Häufung von Grippefällen in der Zeit von Dezember bis Ende März auf.

Auf der Südhalbkugel dauert die Grippesaison von April bis Oktober, in tropischen Regionen besteht ganzjährig ein Infektionsrisiko.

Auch außerhalb der hiesigen Saison kann daher für Personen, die eine Fernreise planen, eine Influenza-Impfung sinnvoll sein, rät das Centrum für Reisemedizin.

Dies gilt insbesondere bei Aufenthalten auf Kreuzfahrtschiffen oder bei Ausflügen innerhalb einer größeren Reisegruppe, wo sich tröpfchenübertragene Infektionen wie die Influenza leicht verbreiten. Zudem sollten sich alle über 60-Jährigen sowie chronisch Erkrankte vor Antritt einer Reise gegen die Grippe impfen lassen.

Grippe-Impfstoffe stehen in zwei Varianten zur Verfügung: als trivalenter Impfstoff, der zwei Influenza A-Stämme und einen B-Stamm enthält, sowie als tetravalenter Impfstoff, dem zusätzlich ein weiterer B-Stamm zugefügt wurde.

Gesunde Jugendliche und Erwachsene unter 60 Jahren sollten möglichst mit der tetravalenten Vakzine geimpft werden, um so einen breiteren Schutz zu gewährleisten.

Die Influenza-Epidemie in Australien im letzten Jahr etwa wurde von einem B-Stamm verursacht, der nur im tetravalenten Impfstoff enthalten war.

Bei über 60-Jährigen sowie chronisch Kranken sollte ein adjuvantierter Impfstoff verwendet werden, da diese Personengruppen hierauf erfahrungsgemäß eine bessere Immunantwort ausbilden.

In der aktuellen Saison ist die Stamm-Zusammensetzung des Südhalbkugel-Impfstoffes identisch mit der des Nordhalbkugel-Impfstoffes, was jedoch nicht immer zutrifft.

Ist der Impfstoff in seiner Zusammensetzung nicht identisch, stellt sich in der Beratung von Fernreisenden oftmals das Problem, dass der Südhalbkugel-Impfstoff in Deutschland nicht verfügbar ist.

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