Rheuma

Bei Rheuma weniger Fehltage mit Biological-Therapie

BARCELONA (gvg). Die Kosten einer Rheuma-Therapie mit Biologicals relativieren sich volkswirtschaftlich betrachtet: Arthritis- Patienten mit einer Therapie aus TNFα-Blocker plus Methotrexat (MTX) fehlen seltener im Job als Patienten mit MTX-Monotherapie. Und sie verlieren ihren Arbeitsplatz nicht so oft. Das belegen Studien, die beim Rheuma-Kongress EULAR 2007 vorgestellt wurden.

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Aus der gesundheitsökonomischen Begleitanalyse der PREMIER-Studie ergab sich: Patienten, die Adalimumab (Humira®) und MTX erhalten hatten, konnten im ersten Jahr 11 und im zweiten Jahr 15 Tage nicht zur Arbeit gehen. Jene Patienten, die mit MTX-Monotherapie behandelt wurden, fehlten dagegen 24 und 26 Tage, ein signifikanter Unterschied. Auch fühlten sich die Patienten mit der Kombitherapie an den Tagen, an denen sie arbeiteten, weniger durch ihre Rheumatoide Arthritis beeinträchtigt als jene mit MTX-Monotherapie.

Eine zweite Studie (PROWD-Studie) war explizit dafür konzipiert, den Einfluss der Arzneimitteltherapie auf den Job zu untersuchen. "Es handelt sich unseres Wissen um die erste klinische Studie, in der der Verlust des Arbeitsplatzes der primäre Endpunkt war", sagte Professor Ronald van Vollenhaven von der Stockholmer Karolinska Universität.

Auch in dieser Studie wurden die 148 Teilnehmer entweder mit MTX-Monotherapie oder mit einer Kombination aus Adalimumab und MTX behandelt - für 56 Wochen. Am Ende hatten 27,4 Prozent in der Monotherapie-Gruppe und nur 16 Prozent in der Kombinationsgruppe ihren Job verloren. Auch wenn nur die erkrankungsbedingten Jobverluste gezählt wurden, war der Unterschied zwischen den Gruppen signifikant. "Von einer Kombinationstherapie aus MTX und Adalimumab profitieren die Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch in ihrem Berufsleben", so van Vollenhavens Fazit aus diesen Daten.



STICHWORT

PREMIER-Studie

In der PREMIER-Studie bekamen 799 RA-Patienten entweder eine Kombitherapie aus MTX und Adalimumab oder eine Monotherapie mit einer der Substanzen. Nach zwei Jahren waren 49 Prozent der Patienten mit der Kombi in Remission, in den Monotherapie-Gruppen waren es je 25 Prozent. Bei 1,9 Prozent der Patienten mit Kombi-Therapie war die Krankheit radiologisch fortgeschritten und bei 5,5 mit Adalimumab- und bei 10,4 Prozent mit MTX-Monotherapie. (gvg)

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