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Bei vielen Hypertonikern ist der Druck noch zu hoch

MÜNCHEN (wst/Rö). Bei der Schlaganfall-Präventions-Aktion: "Suchen Sie das Risiko", die nur noch bis Ende dieses Monats in Praxen läuft, hat sich bestätigt, daß viele Patienten erhebliche Risiken haben, ohne daß sie davon wissen. Vor allem der Blutdruck ist oft zu hoch, hat eine ähnliche Untersuchung in Hausarztpraxen ergeben, die bereits beendet ist.

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Diese Untersuchung, die SPAR-1-Studie, hatte das Institut für Praxisforschung (PRAFO) im Deutschen Hausärzteverband e.V. mit Unterstützung des Unternehmens MSD Sharp & Dohme gemacht. Professor Klaus Wahle vom Arbeitsbereich Allgemeinmedizin der Uni Münster hatte dazu in über 2400 deutschen Hausarztpraxen nach dem Zufallsprinzip 46 600 Hypertoniker untersucht.

Erfaßt wurden wichtige Schlaganfall-Risikofaktoren: Alter, Geschlecht, Blutdruckwerte, Diabetes, Rauchen, Vorhofflimmern, linksventrikuläre Hypertrophie und kardiovaskuläre Erkrankungen. Diese Parameter flossen ein in einen Risikokalkulator, eine Karte mit dem das Zehn-Jahres-Schlaganfallrisiko abgeschätzt wird. Die Karten werden auch bei der Aktion "Suchen Sie das Risiko" verwendet. Dabei werden für wichtige Schlaganfall-Risikofaktoren Punkte vergeben. Aus der Gesamtzahl dieser Punkte läßt sich das prozentuale Zehn-Jahres-Schlaganfall-Risiko ablesen.

Wie in vielen Studien vorher, hat sich in SPAR-1 gezeigt, daß vor allem die Blutdruckeinstellung zu wünschen übrig läßt. Über alle Altersgruppen hinweg, lag nur bei etwa 30 Prozent der Hypertoniker der Blutdruck unter 140 zu 90 mmHg. 45 Prozent hatten systolische Blutdruckwerte zwischen 140 und 160 mmHg, bei 20 Prozent lagen sie gar zwischen 160 und 180 mmHg. Und bei fünf Prozent der Hypertoniker wurden sogar Werte über 180 mmHg gemessen.

Bei der jetzigen Aktion "Suchen Sie das Risiko" hat der Endspurt begonnen. Kollegen, die die von ihnen ermittelten Schlaganfall-Risikoprozentpunkte noch bis Ende August melden, unterstützen damit die Arbeit der Stiftung Schlaganfall-Hilfe. Denn das Unternehmen MSD spendet für jeden Risiko-Prozentpunkt einen Euro-Cent an die Stiftung. Infos beim Unternehmen MSD, Telefonnummer: 0800/0 66 12 78.

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