Bundesweite Kampagne gegen Hypertonie

BERLIN (gvg). Bundesweit finden in den nächsten Monaten Veranstaltungen statt, die die Bevölkerung für das Thema Bluthochdruck sensibilisieren sollen. Hintergrund ist die überdurchschnittlich hohe Zahl der Hypertonie-Patienten.

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"Im europäischen Vergleich sind in Deutschland besonders viele Menschen von Bluthochdruck betroffen", sagte Professor Heribert Schunkert von der Universität Lübeck aus Anlass des Starts der Kampagne in Berlin. Es gibt in Deutschland etwa 16 Millionen Hypertoniker. Bis Mai 2007 sind neun Veranstaltungen in Mannheim, Lübeck, Berlin, Erfurt, Erlangen, Memmingen, Tübingen, Münster und Wolfsburg geplant.

Besonderer Fokus der von dem Unternehmen MSD unterstützten Kampagne "Gesund leben - Bluthochdruck erkennen und behandeln" ist die konsequente Hypertonie-Therapie zur Prävention von Schlaganfällen. Auch vielen Ärzten sei noch nicht ausreichend bewusst, wie stark schlecht eingestellte Hypertoniker durch Schlaganfälle gefährdet seien, sagte Privatdozent Andreas Förster aus Berlin. Er berichtete von den Ergebnissen der SPAR-1-Studie. In der Studie wurde bundesweit in 2443 Arztpraxen bei jeweils 20 zufällig ausgewählten Hypertonikern anhand kardiovaskulärer Risikofaktoren das Schlaganfallrisiko ermittelt. "Das Zehnjahresrisiko lag im Mittel bei 26 Prozent", so Förster. 17 Prozent der Hypertoniker hatten dabei ein über 50prozentiges Zehnjahresrisiko.

Im Vorfeld der Kampagne hatten die Hochdruckliga, die Deutschen Gesellschaften für Kardiologie und Innere Medizin, die Deutsche Schlaganfallhilfe und die AOK Mitte 2006 den "Lübecker Aktionsplan Schlaganfallprävention" formuliert. Er soll helfen, bis 2025 die Hälfte aller vermeidbaren Schlaganfälle - derzeit 70  000 pro Jahr - zu verhindern.

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