CCP - das ist der neue spezifische Rheuma-Marker

MÜNCHEN (sto). Bei etwa drei Viertel der Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) werden Rheumafaktoren nachgewiesen. Ihr Nachweis ist aber nicht spezifisch für die Erkrankung. Ein neuer, hochspezifischer und sensitiver Marker für RA sind dagegen Antikörper gegen cyclisches citrulliniertes Peptid (CCP).

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Wie der Labormediziner Dr. Wolfgang Schlumberger aus Lübeck in München gesagt hat, werden Anti-CCP-Antikörper schon sehr früh im Verlauf der Erkrankung gebildet und haben einen hohen prognostischen Wert. Patienten mit Anti-CCP-Antikörpern würden signifikant mehr radiologisch nachweisbare Gelenkschäden als Anti-CCP-negative Patienten entwickeln, so der Vertreter des Lübecker Unternehmens Euroimmun bei einer Veranstaltung von Abbott.

Nach Schlumbergers Angaben sind Antikörper gegen CCP bereits im Frühstadium der Erkrankung und noch vor der klinischen Manifestation bei 79 Prozent der Patienten nachweisbar. Der Marker sollte daher als zusätzliches Kriterium für die Diagnose einer RA verwendet werden. Bei gleicher Sensitivität wie Rheumafaktoren sei der Nachweis von Anti-CCP mit 97 Prozent deutlich spezifischer für RA als Rheumafaktoren. Dennoch stelle Anti-CCP derzeit noch keinen Ersatz für den Nachweis von Rheumafaktoren dar.

Das Lübecker Unternehmen bietet für etwa 400 Euro einen Mikrotiter-Elisa für die quantitative Bestim-mung von Autoantikörpern gegen CCP an. Die Kosten für das Testsys-tem seien in den meisten KVen aller-dings nicht im Laborbudget enthal-ten, so Schlumberger.

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