Infektionen

CED-Patienten sind anfälliger

HAMBURG (gvg). Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sind anfälliger für Infektionen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Wer früh handelt, kann Probleme verhindern.

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Schon bei Diagnose der Darmerkrankung sollte geklärt werden, ob eine latente Tuberkulose vorliegt. Nach den Empfehlungen des Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose ist der Interferon-α-Release-Assay (IGRA) Standard.

Er sei sensitiver und spezifischer als der Mendel-Mantoux-Test, aber Glukokortikoide könnten das Ergebnis beeinflussen, erläuterte Dr. Jan Preiß aus Berlin.

Je höher die Glukokortikoiddosis, umso häufiger liefert der IGRA unklare Ergebnisse. Bei hohen Dosierungen könne das bei jedem dritten Patienten der Fall sein. Wer gleich bei Diagnose der CED den IGRA anfordert, vermeidet diese "Kortisonfalle".

Impfungen sind der zweite Pfeiler der Infektionsprophylaxe bei CED. Zu den empfohlenen Standardimpfungen gehörten die einmaligen Auffrischimpfungen für Keuchhusten, Polio und Masern, so Preiß.

Vor einer Immunsuppression seien zusätzlich Impfungen gegen Pneumokokken und gegen Influenza, bei seronegativen Personen auch gegen das Varizella-Zoster-Virus (Kinderdosierung) zu empfehlen. Untersuchungen zeigten, dass die Impfantwort von einer immunsuppressiven Therapie relativ unbeeinflusst ist.

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