Celecoxib jetzt auch für Bechterew-Patienten

WIESBADEN (ner). Rheumatologen haben die kürzlich erfolgte Nachzulassung von Celecoxib (Celebrex) zur Behandlung bei Morbus Bechterew begrüßt. Bei diesen Patienten hat sich die NSAR-Dauertherapie als prognostisch günstig erwiesen, weshalb es besonders wichtig ist, gastrointestinale Effekte zu vermeiden.

Veröffentlicht:

Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat Anfang des Jahres Celecoxib in der Indikation Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans, AS) zugelassen. "Nichtsteroidale Antirheumatika haben nicht nur eine akut-symptomatische Wirkung, sondern wirken auch progressionshemmend", betonte Professor Dirk O. Stichtenoth aus Hannover beim Internisten-Kongress.

Dieser wesentliche Unterschied, etwa zur Rheumatoiden Arthritis, gelte allerdings nur für jene AS-Patienten, die NSAR kontinuierlich einnehmen, nicht unter Bedarfsmedikation, so Stichtenoth mit Hinweis auf die Daten einer randomisierten Studie über zwei Jahre.

Deswegen ist es bei AS-Patienten besonders wichtig, gastrointestinale Schädigungen zu verhindern. Veränderte Galeniken, nicht-orale Applikationswege oder die Anwendung von Prodrugs hätten sich dazu als nicht erfolgreich erwiesen, so der Pharmakologe bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Pfizer.

In einer direkten Vergleichsstudie mit 75 mg Diclofenac SR bei 458 AS-Patienten haben sich 200 oder 400 mg Celecoxib als ähnlich wirksam, aber gastrointestinal besser verträglich erwiesen, berichtete Professor Jürgen Braun vom Rheumazentrum in Herne. Die Schmerzen verringerten sich auf der hundertstufigen visuellen Analogskala von durchschnittlich 66 Skalenpunkten vor Beginn der Therapie auf 35 nach zwölf Wochen. Gastrointestinale unerwünschte Wirkungen hatten 15 und 18 von jeweils etwa 150 Patienten unter den beiden Celecoxib-Dosierungen, dagegen 34 Teilnehmer in der Diclofenac-Gruppe.

Weitere Informationen zu M. Bechterew gibt es unter www.dgrh.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Dreidimensionale Darstellung des humanen Insulin - einem lebenswichtigen Proteohormon.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Zunehmend Evidenz für additive Therapien

Insulinresistenz auch bei Typ-1-Diabetes in den Fokus nehmen!

Drei Frauen machen zusammen Bauchmuskelübungen auf Yogamatten.

© karelnoppe - stock.adobe.com

S3-Leitlinie Mammakarzinom

Brustkrebs: So viel Sport ist empfehlenswert