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Chemotherapie bei Kolorektal-Ca, neu kombiniert

BERLIN (sko). Bei metastasiertem Kolorektal-Ca ist die Chemotherapie mit Folinsäure, 5-Fluorouracil und Oxaliplatin (FOLFOX) mittlerweile Standard. Immer neue Kombinationen werden getestet, immer bessere Ansprechraten erreicht.

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Nach mehreren Studien hat sich FOLFOX in den vergangenen Jahren gegen andere Behandlungsoptionen als das wirkungsvollste Therapie-Regime durchgesetzt. "Jetzt stellt sich die Frage, ob dieses Regime in dieser Indikation auch bei vielen Patienten angewendet werden kann", sagte Privatdozent Peter Reichardt von der Charité beim Deutschen Krebskongreß in Berlin.

Geprüft wurde dies etwa bei über 70jährigen Patienten, so Reichardt bei einer vom Unternehmen Sanofi-Aventis organisierten Veranstaltung. Das Ergebnis: "FOLFOX ist vollkommen unabhängig vom Alter wirkungsvoll und sicher. Und das ist angesichts der demographischen Entwicklung ganz bedeutend", so der Onkologe.

Vielversprechend sind auch Oxaliplatin-Kombinationen mit dem Hemmstoff Bevacizumab, berichtete Reichardt weiter. Der Antikörper blockiert den Gefäßwachstumsfaktor VEGF.

Als Beispiel stellte Reichardt die TREE-2-Studie vor, in der Patienten, die noch keine Zytostatika erhalten hatten, entweder das FOLFOX-, das XELOX-Regime (Capecitabin plus Oxaliplatin) oder die Kombination von Folinsäure, 5-Fluorouracil im Bolus und Oxaliplatin sowie jeweils zusätzlich Bevacizumab erhielten. Besonders mit den ersten beiden Behandlungsstrategien wurde mit Ansprechraten um 60 Prozent eine gute Wirksamkeit erzielt. Die Verträglichkeit war insgesamt gut.

Und noch einen potentiellen Partner für die Kombination mit Oxaliplatin (Eloxatin®) stellte Reichardt vor: In einer kleinen Studie mit 43 Patienten, die ein metastasiertes Kolorektal-Ca hatten, wurde durch die Kombination des FOLFOX-Regimes mit dem EGF-Rezeptor-Antagonisten Cetuximab eine Ansprechrate von 79 Prozent erreicht. "Wir stoßen in Wirkbereiche vor, die uns vor wenigen Jahren noch als völlig unrealistisch erschienen", so Reichardt.

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