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Chronisch Kranke vertragen die Hitze schlecht

NEU-ISENBURG (dpa/ug). Auch in den kommenden Tagen bleibt es in Deutschland sehr heiß. Die Ozonwerte werden wohl ebenfalls hoch bleiben. Vor allem alte und kranke Menschen werden verstärkt darunter leiden.

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Der höchste Ozonwert am Mittwoch wurde in Freiburg im Breisgau mit 239 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft gemessen, meldet das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau. Gestern wurde damit gerechnet, daß die Marke von 240 Mikrogramm überschritten wird.

Bei so hohen Werten wird empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Angesichts der steigenden Ozonwerte appellierte das UBA gestern, den Wagen stehen zu lassen. Bürger könnten so dabei helfen, daß die Ozon-Gefahr nicht größer wird, sagte UBA-Präsident Andreas Troge der "Neuen Presse" in Hannover. Generell bestehe aber "kein Grund zur Panik", sagte Troge weiter. "Die Ozonwerte liegen deutlich unter dem Niveau der 90er Jahre."

Die Hitze kann vor allem alten Menschen zu schaffen machen. Bei ihnen funktioniert die Thermoregulation bekanntlich nicht mehr so gut wie bei jüngeren. Gefährdet sind auch Übergewichtige, Untrainierte sowie Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, endokrinologischen oder psychischen Krankheiten, Störungen der Schweißsekretion oder Krebs.

Dazu kommt, daß manche Medikamente die Thermoregulationsmechanismen beeinflussen können, was zu besonders großen Problemen führen kann, so der der Tropenmediziner Dr. Bernd Zieger aus Dresden: Schilddrüsen-Hormonpräparate, Amphetamine und trizyklische Antidepressiva erhöhen die körpereigene Wärmeproduktion, Haloperidol vermindert das Durstgefühl, Antihistaminika, Anticholinergika und Phenothiazine reduzieren die Schweißsekretion. Darüber sollte man die Patienten aufklären.

Lesen Sie dazu auch: Hitze-Alarm bei britischen Ärzten und Kliniken

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