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Coxib lindert Arthrose-Schmerzen dauerhaft

AMSTERDAM (gvg). Eine Behandlung mit dem selektiven nicht-steroidalen Antirheumatikum Etoricoxib kann bei Arthrose die Schmerzen langfristig lindern. Zur Wirksamkeit könnten auch Effekte der Substanz im zentralen Nervensystem beitragen.

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Klinische Studien hätten ergeben, daß Etoricoxib bei der Behandlung von Patienten mit Arthrose ebenso effektiv sei wie traditionelle nicht-steroidale Antirheumatika, sagte Professor Peter Brooks von der Universität Queensland in Australien beim Europäischen Rheumatologenkongreß in Amsterdam. Erneut belegt wurde das in einer kürzlich publizierten, doppelt blinden, randomisierten Multicenterstudie mit 617 Patienten (BMC Musculoskeletal Disorders 6, 2005, 58).

    Hinweise auf analgetische ZNS-Wirkung.
   

Die Teilnehmer erhielten entweder einmal täglich 30, 60 oder 90 mg Etoricoxib (Arcoxia®) oder dreimal täglich 50 mg Diclofenac. Nach einem Jahr hatten - gemessen auf einer analogen Schmerzskala - beide Therapien ähnlich gute analgetische Effekte. Die Häufigkeit gastrointestinaler Beschwerden lag bei Etoricoxib-Therapie allerdings mit 14 Prozent um ein Drittel niedriger als bei Diclofenac-Therapie mit 23 Prozent.

Zunehmend zeige sich, daß der Übertritt analgetischer Substanzen ins ZNS wichtig für eine wirkungsvolle Analgesie sei, so Brooks. Etoricoxib scheint diese Eigenschaft zu haben, wie Untersuchungen nahe legen, die Professor Kay Brune von der Universität Erlangen auf der vom Unternehmen MSD unterstützten Veranstaltung vorgestellt hat.

So hat Brune bei Patienten mit Hüftgelenksersatz belegt, daß Etoricoxib nicht nur rasch im Darm absorbiert wird, sondern auch mit nur kurzer Verzögerung in den Liquor übertritt. Dies könnte ein Weg sein, auf dem die Substanz der Entwicklung von Hyperalgesien im dorsalen Horn des Rückenmarks entgegen wirkt. Derartige Hyperalgesien werden über Prostaglandin E2 vermittelt, das innerhalb des zentralen Nervensystems von der Cyclooxygenase 2 gebildet wird.

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