Dauerausstellung zur Bio- und Nanotechnologie

MÜNCHEN (sto). In der ehemaligen Eisenbahnhalle des Deutschen Museums in München, wo bis vor kurzem noch Lokomotiven aus dem 19. und 20. Jahrhundert ausgestellt wurden, wird im Herbst 2008 das "Zentrum Neue Technologien" (ZNT) eröffnet. Mit einem innovativen Ausstellungskonzept können sich die Besucher dort umfassend über die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts, also über Bio- und Nanotechnologie, informieren.

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Mit dabei ist das US-Unternehmen Amgen, nach eigenen Angaben Weltmarktführer der medizinischen Biotechnologie mit deutscher Niederlassung in München. Amgen fördert das neue Museumsprojekt mit insgesamt 750 000 Euro, was jetzt mit einer symbolischen Scheckübergabe durch den Geschäftsführer der deutschen Amgen GmbH, Dr. Frank Mathias, an den Generaldirektor des Deutschen Museums, Professor Wolfgang M. Heckl, bekräftigt wurde.

Das "Zentrum Neue Technologien" werde im Kern aus einer Dauerausstellung kombiniert mit aktuellen Themeninseln bestehen, erläuterte Heckl. Für beide Bereiche würden Partnerschaften mit forschenden Unternehmen gesucht, die ihr Know- how zur Verfügung stellen. Auf diese Weise solle der Dialog mit der Öffentlichkeit hergestellt werden, der bei so komplexen Themen wie Bio- oder Nanotechnologie schwierig sei.

Zu den Neuerungen des Zentrums gehört auch ein Labor, in dem Besucher ihre DNA analysieren können, sowie ein gläsernes Forschungslabor, das wie ein Ufo über der Halle schwebt und in dem die Besucher Wissenschaftlern bei der Arbeit über die Schulter schauen können, erklärte der Leiter des ZNT, Dr. Walter Hauser. Ziel sei es, "Verständnis für den offenen und dynamischen Prozess der Forschung und damit immer auch verbundenen Fragen und Kontroversen zu fördern", sagte Hauser.

Die Biotechnologie gehöre zweifellos zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und biete die Chance, viele der Krankheiten, für die es heute noch keine ursächlichen Therapien gibt, besser zu verstehen und dann auch wirksame Medikamente zu entwickeln, erklärte Amgen-Geschäftsführer Mathias. "Die komplexen Prozesse der Biotechnologie müssen erklärt werden."

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