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Dengue- und Chikungunya-Fieber breiten sich aus

MAINZ (ug). Zwei Virus-Erkrankungen gehen um die Welt: das Chikungunya- und das Dengue-Fieber. Beide Viren werden von AedesMücken übertragen. Und beide Infektionen werden mehr und mehr zu urbanen Problemen, vor allem in Asien, Mittel- und Südamerika.

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Chikungunya- und Dengue-Fieber sind ähnlich bei den Symptomen, hat Dr. Renate Kimbel vom Impfzentrum der Uni Mainz auf dem 10. Forum Impf- und Reisemedizin berichtet. Es kommt zu einem raschen Anstieg von Fieber, Arthralgien und Exanthemen, bei Dengue-Fieber auch zu Myalgien. Vor allem bei Dengue-Fieber können auch hämorrhagische Verläufe auftreten. Bei den allermeisten Patienten jedoch verlaufen die Infektionen wie bei einer Grippe. Bei beiden Infektionen können die Patienten nur symptomatisch behandelt werden. Beide Krankheiten sind in Deutschland meldepflichtig.

Chikungunya- und Dengue-Fieber verbreiten sich stetig in der Welt. Beide Infektionen würden mehr und mehr zu einem Problem in den Städten, sagte Kimbel. So gibt es derzeit eine Dengue-Fieber-Epidemie in Rio de Janeiro. Seit Anfang dieses Jahres sind hier bereits etwa 140 000 Infizierte registriert worden. Ein Grund ist, dass die Überträgermücken immer häufiger in den Städten brüten. Dazu genügen ihnen schon kleinste Pfützen auf einem Blatt, in Blumenuntersetzern oder Getränkedosen. Deshalb sind sie durch Insektizide nur schwer zu bekämpfen. Die Prävention sei sehr schwierig, so Kimbel. Es seien zwar Impfungen gegen beide Infektionen in der Entwicklung, aber noch gebe es sie nicht. Einzige Möglichkeit der Prävention ist guter Schutz vor den tagaktiven Überträgermücken. Touristen müssen sich also mit Mückenmitteln einreiben und am besten auch die Kleidung imprägnieren. Eine der Überträgermücken, Aedes albopictus, die Tigermücke, hat sich seit 1990 auch in Europa verbreitet. Sogar in Deutschland kommt sie schon vor.

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