Der Beruf - oft eine Strapaze für die Haut

BERLIN (af). 37 Prozent aller beruflich bedingten Krankheiten betreffen die Haut. Darauf machen 106 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger mit der auf zwei Jahre angelegten Kampagne "Deine Haut. Die wichtigsten 2 Quadratmeter Deines Lebens" aufmerksam.

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Von den etwa 25 000 bestätigten Berufskrankheiten im Jahr 2005 waren 9500 Hauterkrankungen, berichten die gesetzlichen Unfallversicherungen. Der Schaden für die Wirtschaft belaufe sich auf 1,25 Milliarden Euro, sagte Walter Eichendorf vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften bei der Vorstellung der Präventionskampagne in Berlin.

Nach Angaben von Professor Hartmut Weber-Falkensammer vom Bundesverband der Unfallkassen sind auch Ärzte, Pflegekräfte und medizinisches Assistenzpersonal von beruflich bedingten Hautkrankheiten betroffen. Wesentliche Ursachen seien der Umgang mit Desinfektionsmitteln und das Tragen von Schutzhandschuhen.

Allein 21 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versicherte sind auf Hauterkrankungen zurückzuführen. Zusammen mit den nicht am Arbeitsplatz ausgelösten Allergien verursachen Hautkrankheiten nach Berechnungen der Berufsgenossenschaften Kosten von vier Milliarden Euro im Jahr.

Die Kampagne zur Vorbeugung gegen Hautkrankheiten wird von den Bundesländern unterstützt. Geplant sind Informationsveranstaltungen in Schulen und Kindergärten. Die Ärzte sollen über dermatologische Fachgesellschaften eingebunden werden.

Erste Präventionserfolge verzeichnet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst im Friseurhandwerk. Ihre Angebote haben nach eigenen Angaben die Zahl der Berufskrankheiten unter Friseuren gesenkt.

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