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Kommentar

Diabetes-Therapie auf gutem Wege

Von Dieter Rödder Veröffentlicht:

Überall große Defizite - so wird oft geklagt. Dem stellen die jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer großen Studie zur Therapiequalität bei Typ-2-Diabetes in der Praxis einen durchaus erfreulichen Akzent entgegen.

Ein Wert von im Mittel 7,0 für das HbA1c ist nicht schlecht. Besonders, wenn man bedenkt, dass der zu Recht für jüngere Patienten nach der Diagnose geforderte strenge Zielwert von 6,5 keineswegs für alle angestrebt wird. Gerade für Ältere mit Begleiterkrankungen werden ja individuell höhere Zielwerte akzeptiert.

Nachholbedarf gibt es noch beim Blutdruck und beim Cholesterin. Denn wie wichtig eine gute Blutdruckeinstellung für den Schutz der großen Gefäße ist, wissen wir seit Langem. Die im Mittel gemessenen systolischen 137 mmHg sind da nicht optimal. Moderne Kombipräparate, die gerade Vorteile für Diabetiker haben, dürften zu besseren Zielen helfen.

Hier fällt auch der hohe Anteil der Betablocker auf. Er könnte damit zu erklären sein, dass viele eine KHK haben. Sonst hat diese Wirkstoffklasse bei Diabetes eher nicht die erste Präferenz.

Beim LDL-Cholesterin sollte es auch einfach möglich sein, dem Therapieziel von unter 2,6 mmol/l, also unter 100 mg/dl, näher zukommen.

Lesen Sie dazu auch: Bei Blutdruck und LDL brauchen Diabetiker Ehrgeiz

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