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Dicke Diabetiker profitieren von Rimonabant-Therapie

HAMBURG (bkr). Noch nicht behandelte Typ-2-Diabetiker profitieren von dem Rezeptor-Antagonisten Rimonabant. Im Vergleich zu Placebo wird damit der HbA1C-Wert deutlich mehr gesenkt. Lipidspiegel und Körpergewicht werden reduziert.

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Die Wirksamkeit von Rimonabant (Acomplia®) bei noch nicht behandelten Typ-2-Diabetikern ist in der Studie SERENADE* geprüft worden. Das Ergebnis der Studie wurde bei einem Symposium zum Diabetes-Kongress in Hamburg diskutiert. Es handelt sich um eine multizentrische, randomisierte und Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie. In ihr wurde der Effekt einer Therapie mit 20 mg Rimonabant pro Tag auf bisher noch nicht medikamentös behandelte Diabetiker untersucht. Primärer Studienendpunkt war der HbA1c. Die Ergebnisse hat Professor Andreas Pfeiffer aus Berlin, Studienleiter für Deutschland, bei dem vom Unternehmen Sanofi-Aventis unterstützten Symposium vorgestellt.

In der Verumgruppe sank der HbA1c von einem durchschnittlichen Wert von 7,9 Prozent signifikant um 0,8 Prozentpunkte, in der Vergleichsgruppe um 0,3 Prozentpunkte. Etwa 50 Prozent der Studienteilnehmer erreichten einen HbA1c unter sieben Prozent. Auch sekundäre Endpunkte wie Körpergewicht und Triglyzeride wurden innerhalb der sechsmonatigen Therapie signifikant verringert, das HDL erhöht.

Die meisten Typ-2-Diabetiker haben Übergewicht oder Adipositas. Ein Grund ist die Fehlregulation des Endocannabinoid-Systems, das durch Überaktivierung zu metabolischen Veränderungen wie verstärkte Lipogenese in Fettgewebe und Leber führe, so Dr. Stefan Engeli aus Berlin. Bei Tieren ließen sich die Vorgänge durch Antagonisierung der Typ-1-Cannabinoid-(CB)-Rezeptoren rückgängig machen. Der CB1-Rezeptor-Antagonist Rimonabant ist - zusätzlich zu Diät und Bewegung - zur Therapie von Adipösen oder Übergewichtigen mit einem oder mehreren Risikofaktoren wie Typ-2-Diabetes oder Dyslipidämie zugelassen.

*Study Evaluating Rimonabant Efficacy in drug NAive DiabEtic patients

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