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Docetaxel auch zur Monotherapie bei Bronchial-Ca

HAMBURG (grue). Patienten mit weit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) werden heute primär mit einer platinhaltigen Zweierkombination behandelt. Wenn Platin nicht in Frage kommt, ist eine Monotherapie mit Docetaxel sinnvoll.

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Docetaxel (Taxotere®) ist in Kombination mit Cisplatin zur primären Chemotherapie von Patienten mit inoperablem oder metastasiertem NSCLC zugelassen. Damit ist die verbleibende Lebenszeit im Vergleich zu Patienten mit anderen Chemotherapien oder einer rein symptomatischen Behandlung länger. Darauf hat Professor Rudolf Huber aus München bei einer Veranstaltung der Sanofi-Aventis-Gruppe in Hamburg hingewiesen.

Dennoch komme diese Kombination nicht für alle Patienten in Frage, denn bei Nierenversagen, Herzinsuffizienz oder schlechtem Allgemeinbefinden sei Platin problematisch. Dann könne mit Docetaxel allein behandelt werden, sagte Huber.

Die Monotherapie mit Docetaxel sei gemessen an der Überlebensrate nach einem Jahr mit 43 Prozent fast so effektiv wie die Kombination (44 Prozent), dabei aber deutlich verträglicher. Vor allem Erbrechen, Übelkeit und Anämie seien bei Verzicht auf Platin signifikant seltener, so Huber.

Docetaxel scheine für Patienten, die auf eine platinhaltige Erst-Linien-Therapie verzichten müssen, das Chemotherapeutikum der ersten Wahl zu sein. Mit dieser Behandlung lasse sich mehr erreichen als wenn die Patienten primär mit Gemcitabin behandelt werden, sagte der Onkologe.

In einer Studie zur Sequenztherapie hat sich nach Angaben von Huber dieses Vorgehen bewährt, das ganz ohne Platin auskommt: Die Patienten erhalten Doxetaxel für maximal sechs Chemotherapiezyklen oder bis zum Fortschreiten der Erkrankung, danach wird auf Gemcitabin gewechselt.

"Das ist eine gut verträgliche Therapiesequenz, die mit einer medianen Überlebenszeit von 8,5 Monaten ähnlich effektiv ist wie häufig eingesetzte Kombinationen". Selbst nach Ausschöpfen der Erst- und Zweit-Linien-Therapie böte sich mit den EGF-Rezeptor-Hemmern noch eine Behandlungsmöglichkeit, sagte Huber. Die damit erzielten Ansprechraten seien aber gering.

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