Sportmedizin

Doping mit Fremdblut birgt große Risiken

FRANKFURT/MAIN (Smi). Der bei der Tour de France als Favorit gestartete Kasache und zweifache Etappensieger Alexander Winokurow vom Team Astana ist des Dopings mit Fremdblut überführt worden - eine nicht ungefährliche Methode.

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Die homologe Bluttransfusion gilt aufgrund der möglichen Nebenwirkungen als eine gefährliche Dopingmethode. Ein Nachweisverfahren ist seit Ende 2003 bekannt.

Fremdbluttransfusionen gibt es in Ausdauersportarten seit den 1970er Jahren. Wie beim Eigenblutdoping soll dadurch das Gesamtvolumen an Erythrozyten erhöht werden. Experten gehen von einer Leistungssteigerung von zehn Prozent aus. Die Risiken sind groß: Sie reichen von allergischen Reaktionen über Nierenschädigungen und Virus-Infektionen bis hin zu Organ- und Kreislaufversagen.

Ein Nachweisverfahren für Fremdblutmanipulationen wurde von australischen Wissenschaftlern entwickelt und 2004 in den von der Welt-Anti-Doping-Agentur akkreditierten Laboratorien in Sydney, Athen und Lausanne angewandt. "Das Verfahren beruht darauf, dass das Vorhandensein von körperfremden Antigenen, die auf der Erythrozytenmembran lokalisiert sind, nachgewiesen wird", heißt es beim Institut für Biochemie der Sporthochschule Köln.

Bei dem Verfahren werde das Blut des Athleten unter anderem auf zwölf verschiedene Antigene der Erythrozyten getestet.

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