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Krise in Westafrika

EMA dämpft Hoffnungen auf Ebola-Arzneien

Noch gibt es zu wenige Informationen zum Einsatz experimenteller Ebola-Präparate am Menschen. Zu diesem Fazit kommt die Europäische Arzneimittelagentur in einem Zwischenbericht zu sieben Wirkstoffen, die derzeit getestet werden.

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LONDON. Bislang gibt es für keines der experimentellen Ebola-Medikamente ausreichend Evidenz, um daraus auf die Sicherheit und Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten zu schließen, betont die Europäische Arzneimittelagentur (EMA).

Die Behörde hat Ergebnisse zu sieben experimentellen Ebola-Präparaten in einen Zwischenbericht publiziert.

Ebola-Schutzimpfungen und Präparate, die nicht direkt gegen das Ebola-Virus gerichtet sind, wurden in der Auswertung nicht berücksichtigt, heißt es in einer Mitteilung.

Zu den ausgewerteten Medikamenten, die zur Therapie von Ebola-Infizierten bestimmt sind, gehören:

  • BCX4430 (Biocryst)
  • Brincidofovir (Chimerix)
  • Favipiravir (Fujifilm Corporation/Toyama)
  • TKM-100802 (Tekmira)
  • AVI-7537 (Sarepta)
  • ZMapp (Leafbio Inc.)
  • Anti-Ebola F(ab‘)2 (Fab'entech).

Keine Daten zum Einsatz am Menschen

Für diese Therapeutika ist die Zahl der verfügbaren Studien sehr unterschiedlich, teilt die EMA mit. Für einige Präparate gebe es keinerlei Daten zum Einsatz am Menschen.

Einige der Medikamente seien bereits während des Ebola-Ausbruchs verabreicht worden, andere an Menschen getestet worden, allerdings zur Behandlung anderer viraler Infektionen.

"Therapeutika für Patienten, die mit dem Ebola-Virus infiziert sind, sind immer noch in frühen Stadien der Entwicklung", wird Dr. Marco Cavaleri in der Mitteilung zitiert. Cavaleri ist Leiter der Abteilung für Antiinfektiva und Impfungen bei der EMA.

Die europäische Arzneimittel-Agentur will Wissenschaftler dazu ermutigen, den Einsatz der Medikamente bei Ebola-Patienten weiter zu erforschen.

Alle neu verfügbaren Informationen zu den experimentellen Substanzen sollen überprüft werden, um so die Maßnahmen gegen den schweren Ebola-Ausbruch in Westafrika zu unterstützen. (grz)

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