Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Ein Glas Wein - mehr ist nicht mehr gesund

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Ist ein Gläschen Wein oder Bier pro Tag gesund? Der Streit darüber ist sicher so alt wie die Entdeckung der alkoholischen Gärung. Auch moderne epidemiologische Studien konnten ihn bislang nicht beilegen.

Zwar haben Menschen, die täglich eine Flasche Bier oder ein Glas Wein trinken, in Studien meist eine höhere Lebenserwartung als Abstinenzler.

Das könnte aber auch daran liegen, daß viele der Abstinenzler nur deswegen keinen Alkohol trinken, weil sie bereits schwer krank sind und aufgrund ihrer Krankheit früher sterben. Diesen Kritikpunkt haben Ärzte aus Boston jetzt versucht auszuräumen.

Und tatsächlich: Wurden nur Männer betrachtet, die gesund waren und auch noch gesund lebten, so hatten diejenigen von ihnen, die täglich ein wenig Alkohol tranken, deutlich weniger Herzinfarkte als Abstinenzler.

Was heißt das? Ein Gläschen am Abend wird kaum schaden. Doch Vorsicht: Auch in dieser Studie gab es für solche Menschen keinen Nutzen, die es bei einem Glas nicht beließen.

Lesen Sie dazu auch: Ein Gläschen abends fürs Herz

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Systematische Ursachensuche

Therapierefraktäre Hypothyreose: Was steckt dahinter?

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Präexpositionsprophylaxe

HIV-PrEP: Diese Möglichkeiten gibt es

Barrieren abbauen

Menschen mit Behinderung in der Praxis: Kleine Stellschrauben, große Wirkung

Lesetipps