Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Ein Glas Wein - mehr ist nicht mehr gesund

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Ist ein Gläschen Wein oder Bier pro Tag gesund? Der Streit darüber ist sicher so alt wie die Entdeckung der alkoholischen Gärung. Auch moderne epidemiologische Studien konnten ihn bislang nicht beilegen.

Zwar haben Menschen, die täglich eine Flasche Bier oder ein Glas Wein trinken, in Studien meist eine höhere Lebenserwartung als Abstinenzler.

Das könnte aber auch daran liegen, daß viele der Abstinenzler nur deswegen keinen Alkohol trinken, weil sie bereits schwer krank sind und aufgrund ihrer Krankheit früher sterben. Diesen Kritikpunkt haben Ärzte aus Boston jetzt versucht auszuräumen.

Und tatsächlich: Wurden nur Männer betrachtet, die gesund waren und auch noch gesund lebten, so hatten diejenigen von ihnen, die täglich ein wenig Alkohol tranken, deutlich weniger Herzinfarkte als Abstinenzler.

Was heißt das? Ein Gläschen am Abend wird kaum schaden. Doch Vorsicht: Auch in dieser Studie gab es für solche Menschen keinen Nutzen, die es bei einem Glas nicht beließen.

Lesen Sie dazu auch: Ein Gläschen abends fürs Herz

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Systemische Applikation bei Kindern

Auch Kortison-Kurzzeittherapie bei Kindern hat Nebenwirkungen

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt

Lesetipps
Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht

Darstellung einer Lunge: Farbige 3D-Computertomographie (CT) in axialer Ebene bei interstitieller Lungenerkrankung (ILD).

© K.H. Fung / Science Photo Library

Warnzeichen trockener Reizhusten

Wenn bei Rheuma die Lunge knistert

Eine bleibende Diskussion: Betablocker nach Herzinfarkt.

© Jakub Krechowicz / Stock.adobe.com

Pro & Contra

Betablocker nach Herzinfarkt – Standard oder Einzelfallentscheidung?