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Ein Sartan wirkt günstig auf Lipide und Blutglukose-Spiegel

MADRID (mop). Telmisartan ist ein AT1-Antagonist, der zusätzlich selektiv den im Zellkern lokalisierten Hormonrezeptor PPAR? aktiviert und damit günstige metabolische Effekte hat. Sie unterscheiden ihn von anderen Vertretern seiner Substanzklasse. Dies macht Telmisartan besonders interessant für Hypertoniker mit metabolischem Syndrom.

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Patienten mit metabolischem Syndrom haben ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko, an einem kardiovaskulären Ereignis zu sterben. Und ihr Risiko für einen Typ-2-Diabetes ist um das fünf- bis neunfache erhöht. Die Prävalenz dieser metabolischen Störung ist besonders hoch bei Hypertonikern: Etwa 50 Prozent von ihnen sind davon betroffen, wie Professor Theodore W. Kurtz aus San Francisco bei einem Symposium von Boehringer Ingelheim zum europäischen Hochdruckkongreß in Madrid berichtet hat.

Mehrere große klinische Studien belegen, daß Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) wie die AT1-Antagonisten nicht nur weniger unerwünschte metabolische Wirkungen haben als Diuretika oder Betablocker, sondern daß bei einer solchen Therapie auch das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes niedriger ist.

    Patienten mit metabolischem Syndrom haben ein erhöhtes Risiko für den Herztod.
   

Telmisartan ist aufgrund seiner chemischen Struktur ein potenter selektiver Aktivator eines Zellrezeptors, des PPAR?, über den auch die blutzuckersenkenden Glitazone ihre Wirkung entfalten, erläuterte Kurtz. Beide beeinflußten den Glukose- und Lipidmetabolismus günstig. Im Gegensatz zu den nicht-selektiven Glitazonen bewirke Telmisartan jedoch keine Fettzellenhypertrophie, keine Flüssigkeitsretention und keine Gewichtszunahme.

Eine randomisierte dreimonatige Studie bei Hypertonikern, die ein metabolisches Syndrom hatten, hat ergeben, daß Telmisartan die Glukose- und Insulinspiegel sowie die Insulinresistenz signifikant senkt und sich damit deutlich von Losartan abhebt. In einer sechsmonatigen Studie bei 52 Patienten reduzierte Telmisartan außerdem signifikant das viszerale Fett, ein Hauptrisikofaktor für die Entwicklung eines Diabetes. Amlodipin hatte auf diesen Parameter keinen Einfluß.

Das Potential von Telmisartan zur Reduktion der Inzidenz von neu auftretendem Typ-2-Diabetes soll die laufende ONTARGET-Studie mit über 25 000 Patienten zeigen.

Infos zum europäischen Hochdruckkongreß: www.eshonline.org.

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