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Einfache Botschaften sollen Impfraten gegen FSME erhöhen

MÜNCHEN (wst). Mit einfachen Botschaften will Bayern die Impfraten gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erhöhen. Jeder Bürger, der sich auch nur gelegentlich im Garten oder in der freien Natur aufhält, sollte sich mit der kostenlosen, praxisgebührfreien und gut verträglichen Impfung gegen FSME schützen.

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Durch die Impfangebote hofft die Bayerische Staatsregierung, den Anteil der Geimpften von aktuell 25 Prozent schon in den nächsten zwei bis drei Jahren auf über 50 Prozent anzuheben. Das hat Bayerns Minister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Werner Schnappauf, bei einer Veranstaltung des Ministeriums in München gesagt.

Die Impfung ist in Bayern für jeden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr möglich und sinnvoll. Da die FSME bei alten Menschen häufiger schwer verläuft als bei jungen, ist bei über 50-Jährigen verstärkt auf die Impfung zu drängen, ergänzte der Präsident der Bayerischen Gesellschaft für Immun-Tropenmedizin und Impfwesen e.V., Dr. Nikolaus Frühwein aus München.

Generell sollten aber Ärzte jeden ihrer Patienten auf eine FSME-Impfung ansprechen. Es müsse zudem überlegt werden, auch betriebsmedizinische Dienste in Vorsorge-Aktionen einzubeziehen. Wünschenswert wären Verhältnisse wie in Österreich, wo knapp 90 Prozent der Bevölkerung gegen FSME geimpft sind.

"Österreich ist das einzige Hochrisikoland in Europa, wo die Inzidenz der Frühsommer-Meningoenzephalitis konstant rückläufig ist", sagte Schnappauf.

Von den über 540 FSME-Patienten, die 2006 an das Robert-Koch-Institut gemeldet worden waren, kamen 188 aus Bayern. Der jüngste FSME-Patient war Ende Oktober 2006 ein dreieinhalb Monate alter Junge aus Nordostbayern. Der Säugling habe die Erkrankung glücklicherweise folgenlos überwunden. Er war von einer Zecke infiziert worden, die nach Waldarbeit durch den Vater ins Haus gelangt war. Bereits im Januar 2006 habe es in Bayern die erste FSME-Erkrankung gegeben, so der Minister.

Frühwein erinnerte daran, dass die Impfung für alle Menschen in Bayern und Baden-Württemberg kostenfrei ist sowie für alle Bundesbürger, die nach Süddeutschland verreisen.



STICHWORT

FSME-Impfstoffe

FSME-Impfstoffe sind Adsorbat-Impfstoffe. Das sind Vakzinen, die Aluminiumverbindungen enthalten. Das in den Impfstoffen enthaltene Aluminium-Hydroxid ist eine Substanz - ein Adjuvans -, mit der die Wirkung der Vakzine verstärkt wird. Die Bezeichnung "Adsorbat" beruht darauf, dass sich die Antigene an Aluminiumhydroxid unspezifisch binden und dadurch deren Depotwirkung erhöht wird. (eb)

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