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Einschleichen bessert Therapie bei Inkontinenz

BERLIN (gvg). Die Erfolgsaussichten einer Therapie mit dem selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin bei Belastungsinkontinenz werden durch eine schrittweise Dosissteigerung erhöht. Die Zahl der Abbrecher liegt dann um die Hälfte niedriger.

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"Anders als in den randomisiert-kontrollierten Studien ist die Quote der Patientinnen mit Belastungsinkontinenz, die eine Therapie mit Duloxetin abbrechen, in der Realität der Versorgung relativ hoch", sagte Professor Maurice Michel vom Universitätsklinikum Mannheim. Vor allem Übelkeit mache vielen Frauen zu schaffen. Es würden Abbruchquoten von bis zu 66 Prozent berichtet.

Das Problem könne deutlich gemildert werden, wenn die empfohlene Dosis von zweimal 40 mg Duloxetin pro Tag nicht von Anfang an gegeben werde, so Michel beim Praxis Update Allgemeinmedizin 2008 in Berlin. Das ergab eine achtwöchige Studie mit 516 Patientinnen. "Die einschleichende Dosierung mit zweimal 20 mg Duloxetin in den ersten beiden Therapiewochen mit anschließender Dosissteigerung auf zweimal 40 mg zeigt die beste Verträglichkeit bei vergleichbarer Besserung der Symptomatik", so Michel.

Bei Standardtherapie mit durchgehend zweimal 40 mg berichteten 29 Prozent der Patienten über Übelkeit, aber nur knapp 17 Prozent bei einschleichender Dosierung. Und: Statt 16 Prozent der Patienten brachen nur 7,5 Prozent die Therapie ab, wenn zu Beginn niedriger dosiert wurde.

Entscheidend für eine bessere Verträglichkeit scheint die niedrigere Einzeldosis zu sein. Denn in der Gruppe, in der die Patienten zunächst zwei Wochen lang einmal 40 mg Duloxetin erhalten hatten und dann auf zweimal täglich 40 mg umstiegen, war die Verträglichkeit nicht signifikant besser.

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