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Elektrotherapie am Herzen mit 3D-Bildern

BERLIN (gvg). Ein neues Navigationssystem im Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) für das Elektrophysiologie-Labor soll die invasive Diagnostik und Therapie bei Herzrhythmusstörungen künftig vereinfachen und stark verkürzen. Vor allem Patienten mit Vorhofflimmern könnten profitieren.

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Bisher platzieren Ärzte die Katheter, die für die invasive Diagnose oder Therapie von Patienten mit Herzrhythmusstörungen unter Durchleuchtung im Herzen. Die Ärzte sehen zweidimensionale Bilder, stellen sich dazu die dreidimensionale Anatomie des Herzens vor und orientieren sich außerdem an den verschiedenen intrakardialen EKG-Ableitungen.

Das wird jetzt anders: Als nach eigenen Angaben erstes Kardiologiezentrum weltweit hat das Deutsche Herzzentrum Berlin das "EP Navigator" genannte System installiert. Mit diesem System können die Live-Bilder der Durchleuchtung mithilfe moderner Computertechnik mit den vorher angefertigten CT- oder MRT-Bildern zusammengebracht werden. "Dadurch sehen wir jetzt während der Intervention unmittelbar am anatomischen Bild, wo genau sich unser Katheter gerade befindet", so Professor Eckart Fleck vom DHZB.

Für die invasiv arbeitenden Kardiologen könnte die Technik einen enormen Zeitgewinn bedeuten. "Das wird vor allem bei der Pulmonalvenen-Isolation relevant, die wir zunehmend einsetzen, um Patienten mit Vorhofflimmern zu therapieren", so Fleck. Bei diesem Verfahren werden durch punktförmige Verödungen die Pulmonalvenen vom Vorhofmyokard elektrisch isoliert. Dazu wird der Vorhof bisher durch die Aufzeichnung elektromagnetischer Daten kartografiert.

Das ist sehr zeitaufwändig: Der gesamte Eingriff dauert vier bis sechs Stunden. Die Orientierungshilfe per CT könnte diese Zeit künftig halbieren, so Flecks Hoffnung. Aber auch die Patienten sollen davon profitieren: "Wir gehen davon aus, dass eine präzisere Therapie auch die Erfolgsraten verbessert", sagte DHZB-Chef Professor Roland Hetzer.

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