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"Engagement bei Aids-Prävention muß wieder stärker werden"

MÜNCHEN (ple). Nicht zuletzt die gestiegene Zahl HIV-Infizierter macht deutlich, daß HIV und Aids aus dem Bewußtsein der Bevölkerung Deutschlands zunehmend verdrängt wird. Deshalb fordert Dr. Elisabeth Pott, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln, wieder mehr Engagement in der Aids-Prävention.

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Im vergangenen Jahr lag die Zahl der HIV-Neuinfektionen bei 2600, das sind 600 mehr als jeweils in den Jahren zuvor. "Wir sind heute in Deutschland mit der Aufklärung nicht mehr so präsent wie früher", sagte Pott bei den 11. Münchner AIDS-Tagen. So hätten auch Medien nicht mehr das Interesse wie noch vor wenigen Jahren, über die Infektionskrankheit und die Möglichkeiten der Prävention zu berichten.

Inzwischen hat die BZgA eine neue Aufklärungskampagne gestartet. Dazu gehören Anzeigen mit Texten wie "Zwei Drittel der Singles besitzen Kondome. Das übrige Drittel hat hoffentlich keinen Sex!" Angesprochen werden sollen damit vor allem nicht monogam lebende Menschen, um sie für "Safer Sex" zu sensibilisieren. Es gibt auch neue TV- und Kinospots, in denen die Botschaft vermittelt wird.

Unterstützt wird die neue Kampagne vom Verband der Privaten Krankenversicherung, wie Pott berichtete. Darüber hinaus wünsche sie sich bei der Prävention auch in Deutschland mehr Engagement auch von Unternehmen. Pott nannte hier als Beispiel die Aktivitäten des Autoherstellers BMW in Südafrika.

Das Unternehmen hat zum Beispiel mit seiner Aktion "Know your status" erreicht, daß 96 Prozent der Mitarbeiter wissen, ob sie HIV-infiziert sind, wie Dr. Natalie Mayet vom BMW-Gesundheitsdienst in Rosslyn in Südafrika berichtete.

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