Dermatologie

Engagement für hautkranke Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche mit Hautkrankheiten sind eine ganz besondere Patientengruppe. Es gilt, ihre Versorgung zu verbessern.

Veröffentlicht:

Christine Leist

MÜNCHEN. Menschen mit Hautkrankheiten leiden außer unter ihren Symptomen oft auch unter sozialer Ausgrenzung. Sind Kinder betroffen, so ist die Situation oft besonders schwer; die Forschung steht hier noch am Anfang, und es mangelt an Schwerpunktzentren mit qualifiziertem Personal.

Die 2010 von Dr. Nicole Inselkammer gegründete "Deutsche Stiftung Kinderdermatologie (DSK)" hat sich zum Ziel gesetzt, speziell die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Hautkrankheiten zu verbessern. Das Programm der DSK hat einen ganzheitlichen Ansatz, wie Professor Andreas Wollenberg, LMU München, bei einer vom Unternehmen Leo Pharma unterstützten Veranstaltung bei der Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie in München verdeutlicht hat. Unter anderem sei die DSK aktiv bei:

  • Förderung der Fortbildung und Ausbildung des medizinischen Personals in der Kinderdermatologie,
  • Unterstützung von Einrichtungen zur Behandlung hautkranker Kinder und Jugendlicher,
  • Förderung der Wissenschaft, Forschung, Lehre, Öffentlichkeitsarbeit,
  • Patientenschulungen,
  • Stipendienprogramm,
  • Projektverwaltung (z. B. bundesweite Kampagnen und Spendenaktionen, nationale Versorgungsstudie "HELP-Kinderderma", Ausbau des Schwerpunktes Kinderdermatologie am Klinikum der LMU München),
  • Präventive Aufklärung,
  • DSK-Förderpreis Kinderdermatologie.

Durch den DSK-Hilfsfond können einkommensschwache Familien mit hautkranken Kindern auch direkt unterstützt werden, etwa durch Hautpflegemittel, Spezialkleidung, Verbandsmaterial oder spezielle Ernährung.

Das Vorhaben der DSK unterstützte die Leo Pharma GmbH durch eine Spende von 6000 Euro. Damit zeigt die deutsche Niederlassung ihre Verbundenheit mit den Zielen des global agierenden Unternehmens:

  • Die Lebensqualität hautkranker Menschen entscheidend verbessern,
  • Patientenbedürfnisse besser verstehen,
  • Patienten mit bisher unbefriedigenden Therapieergebnissen besser helfen.

Da Leo Pharma seit 1984 zu 100 Prozent im Besitz der Stiftung "Leo Foundation" ist, kann sie unabhängig von Fremdkapital agieren und alle Gewinne vollständig in F&E-Vorhaben sowie in die Geschäftsentwicklung reinvestieren, erläuterte Dr. Franz Peter Kessler, Geschäftsführer Leo Pharma GmbH. Zurzeit werden in Phase-III-Studien folgende Substanzen getestet: ein JAK-Inhibitor bei Handekzem, ein PDE-4-Hemmer bei Psoriasis und Tralokinumab bei atopischer Dermatitis. Die Untersuchungen werden voraussichtlich noch drei bis vier Jahre laufen. (cl)

Infos zur DSK: www.deutsche-stiftung- kinderdermatologie.de

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Mykose der behaarten Kopfhaut

Tinea capitis: Von der Diagnose zur Therapie

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: sPGA-Ansprechen über zwei Jahre

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Psoriasis-Therapie bei Kindern und Erwachsenen

PDE-4-Hemmer: erste orale Systemtherapie für Kinder − auch bei besonderen Manifestationen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: Weniger als 50% der Systemtherapie-geeigneten Patientinnen und Patienten werden auch eine Systemtherapie beginnen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Atopische Dermatitis

Optimale Krankheitskontrolle mit der richtigen Behandlung für höhere Patientenzufriedenheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: AbbVie Deutschland GmbH und Co. KG, Wiesbaden
JAK-Inhibitor: Zulassungserweiterung bei Jugendlichen mit AD

© Cunaplus_M.Faba / Getty Images / iStock

Atopische Dermatitis

JAK-Inhibitor: Zulassungserweiterung bei Jugendlichen mit AD

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: AbbVie GmbH und Co. KG, Wiesbaden
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praktische Tipps

Beratungsfall Patientenverfügung – worauf es ankommt

Lesetipps
Ärztin im Gespräch mit einem Patienten

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Tipps für den Antrag

Vorsorge oder Reha: Was es für die Genehmigung durch die Kostenträger braucht