Direkt zum Inhaltsbereich

Eosinophile sind essenziell für das Immungedächtnis

BERLIN (eb). Wissenschaftler des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ), einem Leibniz-Institut, haben neue Erkenntnisse über das immunologische Gedächtnis gewonnen.

Veröffentlicht:

Die Stromazellen des Knochenmarks sind Überlebensnischen für Gedächtnis-Plasmazellen, die kontinuierlich Antikörper gegen als fremd erkannte Strukturen bilden.

Das Stroma ist das schützende und nährende Umfeld, in dem die Gedächtniszellen viele Jahre überleben. Welche Faktoren dies gewährleisten, war bisher weitgehend bekannt.

Völlig unerwartet war die jetzige Entdeckung von Privatdozentin Claudia Berek und ihren Mitarbeitern aus Berlin, dass eosinophile Granulozyten die Hauptquelle für diese Faktoren und essenziell für das Überleben der Gedächtnis-Plasmazellen sind (Nat Immunol online).

Überraschend deshalb, weil den Eosinophilen bisher fast ausschließlich eine Bedeutung bei der Abwehr von Parasiten oder bei Allergien zugeschrieben wurde.

"Dass sie Plasmazellen unterstützen, ist eine vollkommen neue Erkenntnis", so Berek. In ihren Untersuchungen konnten die Berliner Forscher zeigen, dass Eosinophile mindestens zwei überlebenswichtige Faktoren bereitstellen - den Proliferationsfaktor APRIL und IL-6.

Würden die Eosinophilen aus der Überlebensnische der Gedächtniszellen im Knochenmark entfernt, komme es zur Apoptose, so Berek. Mit Eosinophilen nehme die Zahl der Gedächtnis-Plasmazellen dagegen wieder zu.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kaum weniger Blutverlust

Tourniquet beim Kniegelenkersatz: „Mehr Schaden als Nutzen!“

Konservative Behandlung

Nach distaler Radiusfraktur auf Risikogruppen achten

Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Besser als Atemtherapie?

Supragastrisches Aufstoßen lässt sich mit Gesang vertreiben

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt