Erfolg bei M. Alzheimer mit Kombitherapie

ATLANTA (ner). Erneut ist jetzt bestätigt worden, daß Alzheimer-Patienten von einer Kombinationstherapie mit zwei Antidementiva profitieren können. Beim Psychiatrie-Kongreß in Atlanta im US-Staat Georgia ist eine Pilotstudie vorgestellt worden mit positiven Ergebnissen zur Kombination von Rivastigmin plus Memantine.

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An der offenen Studie hatten 185 mit Rivastigmin vorbehandelte Patienten mit milder bis moderater Alzheimer-Krankheit teilgenommen, wie die Forscher um Dr. Dario F. Mirski aus Randolph im US-Staat New Jersey beim Jahrestreffen der American Psychiatric Association (APA) berichtet haben.

Nach zwölfwöchiger Kombination von 6 bis 12 mg Rivastigmin mit 10 bis 20 mg Memantine war der ADAS-cog-Punktwert signifikant um durchschnittlich 1,7 Punkte gestiegen im Vergleich zum Ausgangswert. Im Mini-Mental-Status-Test hatten sich die Patienten in dieser Zeit um durchschnittlich 1,2 Punkte verbessert.

Die Kombinationstherapie sei gut vertragen worden, so die Psychiater. Weniger als zehn Prozent der Teilnehmer an der vom Unternehmen Novartis Pharmaceuticals unterstützten Studie berichteten über unerwünschte Wirkungen, vier Prozent brachen die Behandlung wegen unerwünschter Effekte ab.

Beide Antidementiva haben unterschiedliche Wirkmechanismen. Rivastigmin ist ein Cholinesterase-Hemmer, der die Konzentration des Botenstoffs Acetylcholin im synaptischen Spalt erhöht. Memantine blockiert N-Methyl-D-Aspartat-(NMDA)-Rezeptoren, die bei Alzheimer-Demenz hohen Glutamatkonzentrationen ausgesetzt sind, was ein Grund für Lern- und Gedächtnisprobleme ist.

Vor einem halben Jahr ist bereits eine Studie zur erfolgreichen Kombination von Donepezil und Memantine bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Demenz publiziert worden (wir berichteten).

Außerdem wurde beim APA-Kongreß bestätigt, daß bei unzureichender Wirksamkeit eines Antidementivums der Wechsel auf ein anderes Antidementivum sinnvoll sein kann. Mirski stellt eine ebenfalls von Novartis Pharmaceuticals unterstützte Studie mit 270 Patienten vor, bei denen der Wechsel von Donepezil auf Rivastigmin, vom Unternehmen angeboten als Exelon®, deren Zustand besserte oder stabilisierte.

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